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Potenzielle Neueinstufung von Talk: Checkliste bietet Orientierung

Eine mögliche Neueinstufung von Talk wirft für viele Lackhersteller praktische Fragen auf. Unsere Checkliste bündelt die zentralen Aufgaben – von der Prüfung betroffener Rezepturen bis zur Bewertung von Ersatzstoffen, Kosten und Umstellungsszenarien.

Eine mögliche Neueinstufung von Talk wirft für viele Lackhersteller praktische Fragen auf.
Eine mögliche Neueinstufung von Talk wirft für viele Lackhersteller praktische Fragen auf. Quelle: KI-generiert (Chat GPT)
  1. Verfahren beobachten – CLH-Prozess und Diskussionen in den EU-Gremien eng verfolgen. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen; zusätzliche wissenschaftliche Daten werden derzeit bewertet. Die jeweiligen Verbände beobachten das Verfahren sammeln die Informationen und bereiten sie auf.
  2. Betroffenheit analysieren – Frühzeitig prüfen, wie stark Ihr Unternehmen von einer strengeren Einstufung betroffen wäre.
  3. Rezepturen erfassen – Alle Produkte identifizieren und auflisten, in denen Talk als funktioneller Füllstoff eingesetzt wird (z.B. für Mattierung, Kratzfestigkeit, Schleifbarkeit).
  4. Alternativen prüfen – Mögliche Ersatzstoffe evaluieren. Eine direkte 1:1-Substitution ist praktisch nicht möglich, da Talk mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllt; meist sind umfangreiche Neuformulierungen nötig.
  5. Szenarien vorbereiten – Mehrere Handlungsoptionen parallel durchspielen: Szenario A: keine oder differenzierte Neueinstufung → Rezepturen bleiben weitgehend unverändert. Szenario B: strengere Einstufung → Neuformulierung mit alternativen Rohstoffen und entsprechende Umstellung erforderlich. Szenario C: Übergangslösung → verschärfte gesetzliche Auflagen bei fortgesetztem Talk-Einsatz.
  6. Kosten kalkulieren – Aufwände für Entwicklung, Rohstoffqualifizierung, Produkttests und Markteinführung einplanen, die bei Neuformulierungen anfallen würden.
  7. Kunden und Rohstoffhersteller einbinden – Kunden frühzeitig über mögliche Rezeptur- oder Kennzeichnungsänderungen informieren und in Abstimmungsprozesse einbeziehen. Mit den Rohstoffherstellern sprechen (u.a. bezüglich deren Einschätzung zum Verfahren oder auch zu Ersatzstoffen).

Als Hilfestellung hat der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie (VdL) einen Onepager zum „Austausch von Stoffen in Farbrezepturen“ erstellt.

Ein ausführliches Interview mit Aline Rommer vom VdL zur möglichen Neueinstufung von Talk und den Folgen für die Lackindustrie lesen Sie hier.

 

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