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VdMi: Regulatorische Anforderungen belasten die Mineralfarbenindustrie

Bei der Mitgliederversammlung des Verbands der Mineralfarbenindustrie (VdMi) wurden die wachsenden regulatorischen Anforderungen und ihre Auswirkungen auf die Branche diskutiert. Der Verband fordert Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und präsentierte neue Projekte für Nachhaltigkeit und Transparenz.

Die VdMi-Mitgliederversammlung beleuchtete die Herausforderungen durch Regulierungen und die Zukunft der Branche.
Die VdMi-Mitgliederversammlung beleuchtete die Herausforderungen durch Regulierungen und die Zukunft der Branche. Quelle: Katrin Heyer

Die VdMi-Mitgliederversammlung am 11. Juni in Köln stand nicht nur im Zeichen des 75-jährigen Bestehens des Verbands, sondern auch unter dem Einfluss der wachsenden regulatorischen Anforderungen, die die Branche zunehmend belasten. Joachim von Schlenk, Vorsitzender des VdMi, kritisierte in seinem Bericht die Vielzahl neuer Vorschriften, die Unternehmer vor erhebliche Herausforderungen stellen. „Um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu sichern, brauchen wir kurzfristig wirksame Maßnahmen: niedrigere Energie- und CO₂-Kosten, echten Bürokratieabbau, verlässliche und praxisnahe Genehmigungsverfahren sowie mehr Sicherheit bei Rohstoffen und Versorgung“, erklärte von Schlenk.

Neben der Unterstützung der Mitglieder bei der Umsetzung neuer Vorgaben setzt der Verband einen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit. Dr. Heike Liewald, Geschäftsführerin des VdMi, stellte ein Projekt vor, das sich der Entwicklung eines praxisorientierten Leitfadens für die Ermittlung und Kommunikation von Product Carbon Footprints (PCF) widmet. Dieser soll eine Grundlage für die steigenden Transparenz- und Berichtspflichten schaffen und Unternehmen bei der Nachhaltigkeit unterstützen.

Veränderungen durch regulatorische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Prof. Michael Grömling vom Institut der deutschen Wirtschaft betonte die grundlegenden Veränderungen des deutschen Geschäftsmodells und unterstrich die Notwendigkeit einer wettbewerbsfähigen Standortpolitik. Norbert Theihs vom Hauptstadtbüro des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) ging auf die strategische Bedeutung von Chemikalien wie Pigmenten und Füllstoffen für industrielle Wertschöpfungsketten ein und forderte, diesen Aspekt stärker in der Chemieagenda zu berücksichtigen.