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Huntsman schließt Maleinsäureanhydrid-Anlage in Moers

Der US-amerikanische Chemiekonzern Huntsman wird seine Anlage zur Herstellung von Maleinsäureanhydrid in Moers schließen. Grund sind wirtschaftliche Verluste in Europa. Die Versorgung soll künftig aus den USA erfolgen.

Die Produktion am Standort Moers wird eingestellt – Huntsman will europäische Kunden künftig aus den USA beliefern. Quelle: Viktor - stock.aobe.com

Huntsman hat angekündigt, seine Produktionsanlage für Maleinsäureanhydrid im nordrhein-westfälischen Moers zu schließen. Die Entscheidung folgt auf eine strategische Überprüfung des europäischen Geschäfts mit Maleinsäureanhydrid, das laut Unternehmensangaben im Jahr 2024 ein bereinigtes EBITDA-Minus von rund 10 Millionen US-Dollar verzeichnete.

Die Schließung der Anlage soll bis Ende des zweiten Quartals 2025 abgeschlossen sein. Als Folge der Stilllegung rechnet Huntsman mit einer einmaligen, nicht zahlungswirksamen Abschreibung auf Anlagevermögen in Höhe von etwa 75 Millionen US-Dollar (ca. 69,5 Millionen EUR).

Versorgung aus den USA geplant

Künftig plant Huntsman, europäische Kund:innen über seine Standorte in Pensacola (Florida) und Geismar (Louisiana) zu beliefern. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Effizienzstrategie des Unternehmens, das sich zunehmend auf profitablere Märkte fokussieren will.

Huntsman zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Spezialchemikalien. Maleinsäureanhydrid wird unter anderem als Zwischenprodukt für Harze, Weichmacher und Additive in der Lack- und Beschichtungsindustrie eingesetzt.