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BASF mit solidem Quartalsergebnis – Coatings-Geschäft künftig nicht mehr Teil der Konzernbilanz

BASF hat im dritten Quartal 2025 in einem schwachen Marktumfeld ein Ergebnis erzielt, das leicht über den Markterwartungen liegt. Der Chemiekonzern verbuchte ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 1,4 Mrd. EUR und kündigte den Start eines Aktienrückkaufprogramms an. Das Coatings-Geschäft wird künftig als nicht fortgeführtes Geschäft ausgewiesen.

BASF hat im dritten Quartal 2025 trotz schwacher Marktdynamik ein solides Ergebnis erzielt und setzt seine Portfoliofokussierung fort. Quelle: BASF

Trotz anhaltend schwacher Marktdynamik hat die BASF-Gruppe im dritten Quartal 2025 ein Ergebnis über den Markterwartungen erzielt. „In nahezu allen Branchen und Regionen war das Kaufverhalten der Kunden nach wie vor zurückhaltend. Dennoch lag das Ergebnis leicht über den Erwartungen“, erklärte Vorstandsvorsitzender Dr. Markus Kamieth bei der Präsentation der Quartalszahlen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen, einschließlich des nicht fortgeführten Coatings-Geschäfts, belief sich auf 1,5 Mrd. EUR nach 1,6 Mrd. EUR im Vorjahresquartal. Ohne das nicht fortgeführte Geschäft lag der Wert bei 1,4 Mrd. EUR.

Der Umsatz erreichte 14,3 Mrd. EUR und lag damit rund 3 % unter dem Vorjahreswert. Negative Währungseffekte, insbesondere durch den US-Dollar, den Renminbi und die indische Rupie, sowie gesunkene Preise belasteten das Ergebnis. Eine positive Mengenentwicklung in den Segmenten Surface Technologies, Chemicals und Materials konnte diese Effekte nur teilweise kompensieren.

Coatings-Bereich wird separat ausgewiesen

Aufgrund der geplanten Veräußerung werden die Geschäftseinheiten Fahrzeugserienlacke, Autoreparaturlacke und Oberflächentechnik seit dem 30. September 2025 als nicht fortgeführtes Geschäft nach IFRS 5 ausgewiesen. Die Umsätze und Ergebnisse dieser Bereiche fließen damit nicht länger in die Konzernkennzahlen der BASF-Gruppe ein.

Das EBIT stieg auf 232 Mio. EUR, das Ergebnis nach Steuern sank auf 172 Mio. EUR nach 287 Mio. EUR im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 0,52 EUR über dem Vorjahreswert von 0,32 EUR. Der Free Cashflow belief sich auf 398 Mio. EUR und lag damit 171 Mio. EUR unter dem Vorjahresquartal.

Mehr über die Hintergründe des Eigentümerwechsels und die Zukunft der Coatings-Sparte lesen Sie im Interview mit Uta Holzenkamp, President BASF Coatings: „Mit der Vereinbarung zwischen BASF und Carlyle wurde der Grundstein für die zukünftige Eigenständigkeit der Coatings-Sparte gelegt“.

Aktienrückkauf und Ausblick 2025

Im November 2025 startet BASF ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 1,5 Mrd. EUR, das bis Ende Juni 2026 abgeschlossen sein soll. Es ist Teil des langfristig geplanten Rückkaufs in Höhe von insgesamt 4 Mrd. EUR bis 2028. Laut Finanzvorstand Dr. Dirk Elvermann spiegelt der frühere Start das Vertrauen des Managements „in die finanzielle Stärke und den Wert von BASF“ wider.

Für das Gesamtjahr 2025 erwartet BASF weiterhin ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,7 Mrd. EUR und 7,1 Mrd. EUR sowie einen Free Cashflow zwischen 0,4 Mrd. EUR und 0,8 Mrd. EUR. Die CO₂-Emissionen sollen zwischen 16,7 und 17,7 Mio. t liegen.