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Holzfarbenhersteller: Mocopinus schließt nach 160 Jahren

Mocopinus stellt nach 160 Jahren den Geschäftsbetrieb ein. 270 Mitarbeitende verlieren ihre Arbeitsplätze, während die Bau- und Holzbranche weiter mit großen Herausforderungen kämpft.

Mocopinus schließt endgültig seine Türen nach über einem Jahrhundert erfolgreicher Geschäftstätigkeit. Anoo - stock.adobe.com

Das Traditionsunternehmen aus Ulm Mocopinus, das für seine nachhaltigen und innovativen Vollholzprofile bekannt war, konnte die Insolvenz nicht abwenden und schließt alle Standorte in Deutschland. Rund 270 Mitarbeitende sind von der Geschäftsaufgabe betroffen. Die Tochtergesellschaft Lignum-Finish in Aitrach könnte jedoch durch laufende Verhandlungen mit Investoren weiterhin Bestand haben.

Die Insolvenz wurde bereits im Dezember 2025 beim Amtsgericht Ulm eingereicht, und die Hoffnung auf eine Rettung des Unternehmens durch einen Investor blieb unerfüllt. Trotz operativer Stabilisierung und intensiver Bemühungen, wie die Einleitung eines Sanierungsprogramms in Eigenverwaltung, fanden sich keine tragfähigen Angebote zur Übernahme des Geschäftsbetriebs

Schließung als Spiegel der angespannten Branchenlage

Die Schließung von Mocopinus verdeutlicht die aktuellen Schwierigkeiten der Bau- und Holzbranche, die durch steigende Rohstoffpreise, volatile Märkte und sinkende Nachfrage stark unter Druck steht. Bis zur endgültigen Schließung werden die verbleibenden Kundenaufträge an den Produktionsstandorten in Karlsruhe und Ammelshain noch abgeschlossen.

Die Mitarbeitenden wurden im Rahmen einer internen Versammlung über die Geschäftsaufgabe informiert. Der Personalabbau soll in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat sozialverträglich begleitet werden.