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Synthomer verkauft William Blythe für rund 35 Mio. EUR

Der britische Chemiekonzern Synthomer trennt sich von seinem Geschäftsbereich für anorganische Chemie: William Blythe geht an das Management-Team und H2 Equity Partners. Die Transaktion soll noch im Mai 2025 abgeschlossen werden.

Das Formalinwerk in Geismar gehört zu den Standorten, die im Zuge der Transaktion an Ancala übergehen. Quelle: Rido - stock.adobe.com

Synthomer hatbekanntgegeben, dass das Unternehmen seine Tochtergesellschaft William Blythe Limited an deren Management-Team sowie den Finanzinvestor H2 Equity Partners verkauft. Der Kaufpreis beträgt 30 Mio. GBP, was etwa 35 Mio. EUR entspricht. Der Geschäftsbereich mit Sitz im britischen Accrington beschäftigt rund 85 Mitarbeitende und war zuletzt Teil der Health & Protection and Performance Materials Division von Synthomer.

William Blythe wurde 1845 gegründet und ist auf die Entwicklung und Herstellung anorganischer Derivate spezialisiert. Zu den abgedeckten Elementen zählen unter anderem Zinn, Iod, Kupfer, Zink und Wolfram. Die Produkte finden Anwendung in Märkten wie Life Sciences, Performance Coatings, Polymeren, Elektronik, Katalyse und erneuerbaren Energien. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 54 Mio. GBP und einen bereinigten EBITDA von 4 Mio. GBP.

Strategische Neuausrichtung und Schuldenabbau

Mit dem Verkauf setzt Synthomer seine im Oktober 2022 eingeleitete strategische Neuausrichtung fort. CEO Michael Willome betonte, dass William Blythe zwar über eine starke Leistungshistorie verfüge, jedoch nur geringe Synergien mit den übrigen Unternehmensbereichen aufweise. Die Trennung werde die Komplexität des Konzerns reduzieren und den Fokus auf wachstumsstärkere Spezialchemikalien mit höherem Mehrwert schärfen.

Der Abschluss der Transaktion steht unter dem Vorbehalt üblicher Bedingungen und wird für Ende Mai 2025 erwartet. Synthomer plant, den Nettoerlös zur weiteren Reduzierung der Konzernverschuldung zu verwenden.