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Wacker verzeichnet Umsatz- und Ergebnisrückgang im zweiten Quartal
Wacker Chemie hat im zweiten Quartal 2025 Umsatz und Ergebnis im Rahmen der Markterwartungen erzielt. Schwache Nachfrage, ungünstige Wechselkurse und geringere Auslastungen belasteten die Bilanz. Die Jahresprognose wurde bereits im Juli nach unten angepasst.
Wacker Chemie hat im zweiten Quartal 2025 einen Umsatz von 1,41 Mrd. EUR erwirtschaftet. Das entspricht einem Rückgang von 4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gründe sind unter anderem ein schwächerer US-Dollar und geringere Absatzmengen. Das EBITDA fiel um 26 % auf 114 Mio. EUR, die EBITDA-Marge lag mit 8,1 % auf dem Niveau des Vorquartals. Das Periodenergebnis war mit -19 Mio. EUR negativ.
Auch regional war die Entwicklung uneinheitlich: Während die Umsätze in Europa leicht stiegen, verzeichneten Amerika und Asien Rückgänge. In Deutschland erzielte Wacker 17 % des Gesamtumsatzes, 83 % entfielen auf internationale Märkte.
Ergebnisbelastungen in allen Geschäftsbereichen
Der Bereich Silicones erzielte mit 713 Mio. EUR nahezu stabile Umsätze, das EBITDA stieg auf 104 Mio. EUR. Polymers musste mit 363 Mio. EUR Umsatz und 40 Mio. EUR EBITDA Rückgänge hinnehmen, vor allem bedingt durch die schwache Baukonjunktur in China und Westeuropa.
Biosolutions setzte 87 Mio. EUR um, das EBITDA stieg jedoch auf 5 Mio. EUR. Polysilicon blieb bei 218 Mio. EUR Umsatz und 34 Mio. EUR EBITDA unter Vorjahr, wobei die Nachfrage nach Solarsilicium schwach blieb, das Halbleitergeschäft aber positiv verlief.
Jahresprognose nach unten korrigiert
Angesichts der anhaltend schwachen Nachfrage in wichtigen Abnehmerbranchen, geopolitischer Unsicherheiten und ungünstiger Wechselkursentwicklungen hat Wacker seine Prognose für 2025 angepasst. Der Konzernumsatz wird nun zwischen 5,5 und 5,9 Mrd. EUR erwartet (bisher 6,1 bis 6,4 Mrd. EUR). Das EBITDA soll zwischen 500 und 700 Mio. EUR liegen (bisher 700 bis 900 Mio. EUR).
Wacker reagiert mit einem Fokus auf Kostenkontrolle, Cashflow-Optimierung und Wachstumsinitiativen. Dazu zählen Investitionskürzungen, Bestandsmanagement und eine intensivere Kundenansprache. CEO Christian Hartel betonte, dass kurzfristig keine Nachfrageerholung erkennbar sei, das Unternehmen aber konsequent auf die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit hinarbeite.