Diese Entwicklung sieht man auch in der Fußballbundesliga. Die Spielgeschwindigkeit ist temporeicher geworden und die Spieler absolvieren deutlich höhere Laufleistungen als vor 20 Jahren. Das Verletzungsrisiko hat bedingt durch die hohe Spielgeschwindigkeit und vielen Bewegungswechseln erheblich zugenommen. Es lässt sich aber verringern, wenn der Spieler regelmäßig seine Muskulatur trainiert und durch eine zusätzliche Ausdauersportart das Herz-Kreislauf-System stärkt. Was kann die Lackindustrie von den „Fußballprofis“ lernen? Die heutige menschliche Muskulatur ist häufig chronisch unterfordert und führt mit der Zeit z.B. zu Rückenschmerzen. Zusätzlich fehlt es uns häufig an Bewegung für einen ausreichenden Stoffwechsel. Zivilisationskrankheiten wie Rückenschmerzen, Diabetes, Depressionen oder Heuschnupfen sind meistens die Folgen. Aus unternehmerischer Sicht ist es sinnvoll, die Mitarbeiter in der Lackentwicklung nicht nur geistig zu fordern, sondern auch sportliche Aktivitäten im Betrieb zu unterstützen bzw. zu fördern. Viele Studien haben in den vergangenen Jahren aufgezeigt, dass Sport die geistige Leistungsfähigkeit zusätzlich fördert. Laut Berichten unserer VILF-Mitglieder soll es Unternehmen geben, die in der Zwischenzeit einen Fitnessbereich für ihre Mitarbeiter eingerichtet haben. In asiatischen Unternehmen wird traditionell in den Arbeitspausen Tischtennis gespielt. Neben der Bewegung ist die gesunde und regelmäßige Ernährung während der Arbeitszeit ein wichtiger Faktor. Auch in der Lackindustrie ist hier noch Nachholbedarf. In Zeiten des Personalmangels überlegen einige Unternehmen in der Chemieindustrie ihren Mitarbeiten ein kostenloses und gesundes Mittagessen zur Verfügung zu stellen, um Mitarbeiter zu halten, die Gesundheit sowie Leistung weiter zu unterstützen. Eine gute Balance zwischen körperlichen Bewegung und Ernährung fördert sicher die Leistungsfähigkeit und Kreativität der Mitarbeiter in der Lackindustrie, um weiterhin innovative und leistungsfähige Produktsysteme zu entwickeln. Hier sind die Unternehmen und Führungskräfte gefordert zu handeln. Gruß, Jorge Prieto
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