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Tronox kündigt Schließung chinesischer Pigmentanlage an

Tronox hat die dauerhafte Schließung seiner Titandioxid-Pigmentanlage in Fuzhou, China, bestätigt und verweist dabei auf eine schwache Inlandsnachfrage, steigende Kosten und Überkapazitäten. Vorläufige Finanzergebnisse für Q4 2025 zeigen eine gemischte Entwicklung mit hohen Absatzmengen, jedoch erheblichen Herausforderungen bei Preisen und Profitabilität.

Die Schließung des Tronox-Standorts in Fuzhou spiegelt die anhaltenden Herausforderungen auf dem chinesischen Titandioxidmarkt wider. Quelle: laboko -stock.adobe.com

Tronox Holdings hat seine Entscheidung bekannt gegeben, seine Titandioxid-(TiO₂-)Pigmentanlage in Fuzhou, China, zu schließen. Die Anlage mit einer jährlichen Kapazität von 46.000 Tonnen wird den Betrieb aufgrund anhaltend schwacher Inlandsnachfrage, steigender Produktionskosten – insbesondere für Schwefel – sowie eines Überangebots an TiO₂ in der Region einstellen. Von der Schließung sind rund 550 Mitarbeitende betroffen; sie wird jedoch voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Fähigkeit von Tronox haben, globale Kunden zu bedienen, da das Unternehmen über eine diversifizierte Produktionsstruktur verfügt.

Das Unternehmen rechnet im Zusammenhang mit der Stilllegung mit Restrukturierungskosten in Höhe von 55–75 Mio. EUR, darunter nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen von etwa 32–41 Mio. EUR. Nach der Schließung erwartet Tronox jährliche Kosteneinsparungen von über 14 Mio. EUR. CEO John D. Romano dankte den betroffenen Mitarbeitenden und nannte den langanhaltenden Marktrückgang sowie die nicht nachhaltige Preisgestaltung chinesischer Wettbewerber als zentrale Gründe für die Entscheidung.

Vorläufige Q4-Ergebnisse zeigen gemischte Entwicklung

Tronox veröffentlichte zudem vorläufige Finanzergebnisse für das vierte Quartal 2025 und meldete einen Umsatz von 680 Mio. EUR, was einem Anstieg von 8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. TiO₂ trug mit 538 Mio. EUR zum Umsatz bei, gestützt durch einen Volumenanstieg von 13 %, insbesondere in Indien. Auch der Zirkonabsatz erholte sich deutlich, mit einem Mengenwachstum von 27 % gegenüber dem Vorjahr. Der Preisdruck hielt jedoch an: Die TiO₂-Preise gingen um 8 % zurück, während die Zirkonpreise aufgrund eines ungünstigen Produkt- und Segmentmixes um 23 % sanken.

Das Unternehmen verzeichnete im Quartal einen Nettoverlust von 164 Mio. EUR, während das bereinigte EBITDA 53 Mio. EUR erreichte. Der Free Cashflow von 49 Mio. EUR übertraf die Erwartungen und wurde auf Lagerabbau sowie gezielte Maßnahmen im Working Capital zurückgeführt.


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Titandioxid-Pigmente machen rund 60 % der weltweiten Pigmentproduktion aus – ihre Bedeutung ist also enorm. Die zweite, überarbeitete Auflage des Lehrbuchs „Titandioxid: Produktion, Eigenschaften und effektiver Einsatz“erklärt komplexe Zusammenhänge verständlich und praxisnah. Es bietet fundiertes Wissen zu Eigenschaften, Anwendungen und Substitutionsstrategien sowie zu Titandioxid als UV-Absorber und Effektpigment.

Strategischer Fokus verlagert sich auf die Verarbeitung seltener Erden

Im Rahmen seiner langfristigen Strategie treibt Tronox Pläne zum Einstieg in den Markt für Seltene-Erden-Elemente voran. Das Unternehmen prüft die Machbarkeit des Baus einer Aufschluss- und Laugungsanlage in Australien zur Verarbeitung monazithaltiger Rückstände aus dem eigenen Bergbau. Dieses Ausgangsmaterial könnte eine potenzielle Raffinerie in den USA versorgen, die Seltene-Erden-Oxide für Hochtechnologien, Energielösungen und Verteidigungsanwendungen herstellen soll.

Während die Schließung des Werks in Fuzhou die Herausforderungen des chinesischen TiO₂-Marktes unterstreicht, prüft Tronox weiterhin Möglichkeiten für nachhaltiges Wachstum durch vertikale Integration und die Diversifizierung in die Verarbeitung kritischer Mineralien.