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Organische Pigmente am Scheideweg
Der Markt für organische Pigmente tritt in eine neue Phase ein: Während globale Prognosen auf stetiges Wachstum hindeuten, hat sich die Lieferantenbasis in den vergangenen zwei Jahrzehnten tiefgreifend umstrukturiert. Eine Marktübersicht von FARBE UND LACK.
Laut MarketsandMarkets soll der Markt von 3.433,64 Mio. EUR (2023) bis 2029 auf 5.162,26 Mio. EUR wachsen – ein jährliches Plus von 6,5 %, getragen vor allem von Lacken und Beschichtungen, Druckfarben und Kunststoffen sowie Hochleistungspigmenten.
Stark verändert hat sich die Lieferantenlandschaft: Die einstigen westlichen Marktführer BASF, Ciba und Clariant haben sich aus dem Pigmentgeschäft zurückgezogen. Übrig bleiben laut Dr. Andreas Zett, Grolman Group, mit Sun Chemical/DIC und Sudarshan zwei große globale Hersteller, denen viele mittlere und kleinere Produzenten aus Indien und China gegenüberstehen.
Preis- und Regulierungsdruck prägen das Bild: Rohstoffe sind stark in China konzentriert, Umweltauflagen und REACH sorgen für Schwankungen. Nach jahrelangen Preisrückgängen erwartet Zett wegen der Rohöl-Abhängigkeit eher Steigerungen. Zugleich weisen organische Pigmente die höchsten CO₂-Fußabdruck-Werte auf, während Alternativen noch am Anfang stehen. Wachstumschancen bietet der Elektroniksektor; regional dominiert weiterhin der Asien-Pazifik-Raum.
Die komplette Marktübersicht ist in der Juni-Ausgabe von FARBE UND LACK erschienen.