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SVLFC-Generalversammlung: Branche blickt mit Sorge auf volatile Zeite
Die Schweizer Vereinigung der Lack- und Farbenchemiker hat bei ihrer Generalversammlung am 24. März in Egerkingen über die Folgen geopolitischer Unsicherheiten für die Branche, über Maßnahmen zur Modernisierung des Verbands und über die Gewinnung neuer Mitglieder diskutiert.
Knapp 30 Personen nahmen an der Generalversammlung der SVLFC in Egerkingen teil. Die Stimmung unter den Anwesenden war spürbar geprägt von den aktuellen geopolitischen Entwicklungen und deren möglichen Folgen für die Lack- und Farbenindustrie. SVLFC-Präsidentin Silvia Paula sprach in diesem Zusammenhang von „wilden Zeiten“ – eine Entwicklung, die sich nach ihrer Einschätzung gegenüber dem bereits herausfordernden Vorjahr nochmals verschärft hat. Zugleich betonte sie, wie wichtig es gerade unter diesen Rahmenbedingungen sei, in einer stabilen Schweiz beziehungsweise in einem stabilen Europa verankert zu sein.
Sorgen um Rohstoffe und Kostenentwicklung
In den Gesprächen vor Ort wurde deutlich, dass viele Branchenvertreter mit Sorge auf die kommenden Monate blicken. Im Mittelpunkt standen dabei mögliche Auswirkungen der anhaltenden Krisen auf Rohstoffpreise und Rohstoffverfügbarkeiten. Für die lack- und farbenherstellende Industrie ist dies von besonderer Relevanz: Neben steigenden Ölpreisen belasten zunehmend auch höhere Logistikkosten die Kalkulationen. Entsprechend angespannt fällt der Ausblick vieler Unternehmen auf die weitere Marktentwicklung aus.
Modernisierung und Mitgliedergewinnung im Fokus
Wie sich die SVLFC moderner aufstellen und für bestehende wie potenzielle neue Mitglieder attraktiver werden kann, war eines der zentralen Themen der Versammlung. Diskutiert wurde unter anderem, inwiefern ein neues Logo die Außenwirkung der Vereinigung auffrischen könnte. Verschiedene Varianten wurden erörtert, eine endgültige Entscheidung wurde jedoch noch nicht getroffen.
Ein weiterer zentraler Punkt war die Gewinnung neuer Mitglieder. Die Vereinigung beschäftigt seit längerem die Frage, wie sich insbesondere jüngere Zielgruppen stärker ansprechen und für ein Engagement begeistern lassen. In der Diskussion wurden unterschiedliche Ansätze genannt, darunter ein verstärkter Einsatz sozialer Medien sowie ein modernerer Webauftritt. Einigkeit bestand jedoch vor allem in einem Punkt: Die wirksamste Form der Mitgliedergewinnung bleibt das persönliche Engagement der bestehenden Mitglieder. Junge Kolleginnen und Kollegen gezielt zu Veranstaltungen mitzunehmen, direkte Einblicke in die Arbeit der Vereinigung zu ermöglichen und die konkreten Vorteile einer Mitgliedschaft sichtbar zu machen, wurde von den Teilnehmenden als wichtigster Hebel hervorgehoben.

Im Rahmen der diesjährigen Generalversammlung standen zudem Vorstandswahlen an. Der amtierende Vorstand wurde vollständig bestätigt. Damit bleibt Silvia Paula Präsidentin der SVLFC. Dem Vorstand gehören darüber hinaus Roland Oberhänsli, Isabelle Goldinger, Peter Tresch, Thomas Blattert, Dr. Chantal Donders, Jack van Leeuwen und Mark Krattiger an.