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Akzo Nobel und Axalta planen Zusammenschluss – neuer globaler Lackanbieter entsteht

Akzo Nobel und Axalta wollen im Rahmen einer Aktientransaktion fusionieren und ein Unternehmen mit einem Unternehmenswert von rund 21,5 Mrd. EUR bilden. Die geplante Struktur soll die Position beider Anbieter in der globalen Beschichtungsindustrie stärken.

Akzo Nobel und Axalta planen einen Zusammenschluss im Rahmen eines aktienbasierten Mergers-of-Equals. Quelle: Rido - stock.adobe.com

Akzo Nobel und Axalta Coating Systems haben eine Vereinbarung für einen Zusammenschluss im Rahmen eines aktienbasierten Mergers-of-Equals geschlossen. Axalta-Aktionäre sollen pro Anteil 0,6539 Akzo-Nobel-Aktien erhalten. Nach Vollzug würden die bisherigen Akzo-Nobel-Eigentümer rund 55 % und die Axalta-Aktionäre 45 % des kombinierten Unternehmens halten. Der Abschluss wird zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 erwartet.

Das fusionierte Unternehmen soll einen Jahresumsatz von etwa 14,6 Mrd. EUR erzielen und identifizierte jährliche Kostensynergien von rund 516 Mio. EUR realisieren, von denen laut Unternehmen rund 90 % in den ersten drei Jahren erreicht werden sollen. Die Gruppe plant eine Notierung an der New Yorker Börse, ergänzt durch einen Übergangszeitraum mit Doppel-Listing in Amsterdam.

Der Zusammenschluss vereint zwei Anbieter mit umfangreichen Portfolios in Fahrzeugserienlacken, Reparaturlacken, Pulverlacken, Industrielacken sowie Marine- und Schutzbeschichtungen. Für die Beschichtungsindustrie ergeben sich daraus voraussichtlich strukturelle Veränderungen, unter anderem durch ein erweitertes globales Produktions- und F&E-Netzwerk, mögliche Portfolioumbauten und stärkere Konsolidierung in mehreren Marktsegmenten.

Das kombinierte Unternehmen soll duale Hauptsitze in Amsterdam und Philadelphia haben und unter einer niederländischen Holdingstruktur geführt werden. Vorstand und Management werden aus Führungskräften beider Unternehmen gebildet.