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BASF hebt Prognose für 2026 an
BASF verzeichnet im zweiten Quartal 2026 eine deutliche Umsatz- und Gewinnsteigerung. Der Verkauf des Coatings-Geschäfts und Restrukturierungsmaßnahmen am Standort Ludwigshafen stärken die Marktposition des Chemiekonzerns nachhaltig.
BASF hat im zweiten Quartal 2026 eine deutliche Umsatzsteigerung auf 17,2 Mrd. EUR erzielt, ein Plus von 2,4 Mrd. EUR gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Sowohl Preisanstiege (+11,5 %) als auch Mengenwachstum (+7,3 %) trugen zur positiven Entwicklung bei. Besonders die Segmente Chemicals, Surface Technologies, Materials sowie Industrial Solutions profitierten von höheren Preisen, während Agricultural Solutions und Nutrition & Care Preisrückgänge hinnehmen mussten.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 854 Mio. EUR auf 2,4 Mrd. EUR. Treiber waren verbesserte Deckungsbeiträge in den Segmenten Materials, Chemicals und Industrial Solutions. Im Gegensatz dazu verzeichnete das Segment Surface Technologies infolge höherer Fixkosten einen Ergebniseinbruch. Restrukturierungsmaßnahmen, insbesondere das Kosteneinsparprogramm in Ludwigshafen und die Einführung neuer ERP-Systeme, führten zu Sonderaufwendungen von 484 Mio. EUR.
Portfolio-Optimierung und Restrukturierung stärken die Wettbewerbsfähigkeit
Ein Meilenstein im zweiten Quartal war der Verkauf des Coatings-Geschäfts an Carlyle, der einen Veräußerungsgewinn von 3,5 Mrd. EUR nach Steuern brachte. Dieser trug maßgeblich zum signifikant gestiegenen Ergebnis nach Steuern von 4,2 Mrd. EUR bei, verglichen mit 108 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Ebenfalls positiv wirkten sich der reduzierte Personalbestand und die Restrukturierung der Produktionsanlagen in Ludwigshafen aus. Seit 2024 stieg der Anteil wettbewerbsfähiger Produktionseinheiten dort von 78 % auf 88 %.
„Wir haben das Tempo erhöht, um unsere Organisation effizienter und schlanker aufzustellen“, sagte Dr. Markus Kamieth, Vorstandsvorsitzender der BASF. So wurde die Zahl der Mitarbeitenden weltweit bis Juni 2026 um etwa 7.000 reduziert, während der Personalaufbau am neuen Verbundstandort in Zhanjiang weiter voranschreitet.
Prognose für 2026: Optimismus trotz globaler Herausforderungen
Angesichts der positiven Geschäftsentwicklung hat BASF ihre EBITDA-Prognose für das Geschäftsjahr 2026 auf 6,9 bis 7,7 Mrd. EUR angehoben (zuvor 6,2 bis 7,0 Mrd. EUR). Der Umsatz soll von anhaltendem Preisanstieg und Mengenwachstum profitieren, während der Free Cashflow unverändert bei 1,5 bis 2,3 Mrd. EUR erwartet wird.
Trotz globaler Unsicherheiten, wie dem Konflikt im Nahen Osten und einem moderaten Wachstum der Chemieproduktion (+1,8 %), bleibt BASF zuversichtlich. Die Effizienzsteigerungen und strategischen Portfolio-Anpassungen, darunter der Verkauf von Anteilen an Harbour Energy, sollen die langfristige Wettbewerbsfähigkeit sichern.