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BASF übertrifft Erwartungen im 2. Quartal 2026 und hebt Jahresausblick an
Mit einem Umsatzsprung von 16 % auf 17,2 Mrd. EUR und einem EBITDA vor Sondereinflüssen von 2,4 Mrd. EUR hat BASF im zweiten Quartal 2026 die Analystenerwartungen deutlich übertroffen. Der Chemiekonzern korrigiert daraufhin seinen Ergebnisausblick für das Gesamtjahr nach oben.
Die BASF-Gruppe hat im zweiten Quartal 2026 ein starkes Ergebnis vorgelegt und die Markterwartungen übertroffen. Der Umsatz stieg um 16 % auf 17,2 Mrd. EUR (Q2 2025: 14,8 Mrd. EUR). Der Anstieg resultierte aus höheren Preisen (+11 %) und Mengen (+7 %), während Währungs- und Portfolioeffekte jeweils mit -1 % gegenläufig wirkten. Analysten hatten einen Umsatz von 16,5 Mrd. EUR prognostiziert.
Besonders positiv entwickelte sich das EBITDA vor Sondereinflüssen, das mit 2,4 Mrd. EUR deutlich über dem Vorjahreswert von 1,6 Mrd. EUR sowie dem Analystenkonsens von 2,1 Mrd. EUR lag. Alle Segmente außer Surface Technologies trugen zur Ergebnissteigerung bei.
Gewinnsprung und Anpassung des Jahresausblicks
Das Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen kletterte auf 4,1 Mrd. EUR (Q2 2025: 79 Mio. EUR). Hauptgrund hierfür war ein Veräußerungsgewinn von 3,9 Mrd. EUR aus dem Verkauf des Coatings-Geschäfts an Carlyle. Gleichzeitig führte eine höhere Kapitalbindung infolge gestiegener Rohstoffpreise zu einem negativen Free Cashflow von -0,2 Mrd. EUR (Q2 2025: +0,5 Mrd. EUR).
Aufgrund der positiven Entwicklung hebt BASF den Ergebnisausblick für das Gesamtjahr 2026 an. Erwartet wird nun ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,9 und 7,7 Mrd. EUR (bisher: 6,2 bis 7,0 Mrd. EUR), während die Prognose für den Free Cashflow unverändert zwischen 1,5 und 2,3 Mrd. EUR liegt.
Unsicherheiten und strategische Weichenstellungen
Trotz der soliden Geschäftsentwicklung bleibt das wirtschaftliche Umfeld unsicher. BASF sieht Risiken in geopolitischen Spannungen, insbesondere bei den Verhandlungen zwischen den USA und Iran über die Nutzung der Straße von Hormus. Eine Einigung könnte der globalen Konjunktur Auftrieb verleihen, während eine Eskalation die wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen würde.
BASF will weiterhin auf nachhaltige Technologien sowie Kosteneffizienz setzen, um langfristige Stabilität zu sichern. Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie der Fokus auf High-Performance-Produkte und umweltfreundliche Beschichtungen bleiben zentrale Bausteine der Unternehmensstrategie.