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Lignin-basierte Arylindan-Diole: Nachhaltige Antioxidantien mit geringer Toxizität
Ein europäisches Forschungsteam hat neuartige Arylindan-Diole aus Lignin entwickelt, die synthetische phenolische Antioxidantien ersetzen könnten – mit hoher Wirksamkeit und verbessertem Sicherheitsprofil.
Synthetische phenolische Antioxidantien werden in vielen Materialien eingesetzt, um oxidative Alterung zu verhindern – sie basieren jedoch meist auf fossilen Rohstoffen und bergen potenzielle Gesundheitsrisiken. Forschende haben nun eine nachhaltige Alternative entwickelt: neuartige Arylindan-Diole, die aus Lignin gewonnen werden.
Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Diisoeugenol (DiE) und Diisoallylsyringol (DiAS), die mithilfe von Zeolith-Katalyse selektiv aus dem ligninbasierten Monomer Isoeugenol hergestellt wurden. Die Synthese wurde erweitert um Diisoallylphenol (DiAP), um den Einfluss struktureller Unterschiede, wie o-Methoxygruppen, auf die Eigenschaften der Arylindane zu untersuchen.
Veranstaltungstipp: Funktionelle Beschichtungen
Beschichtungen sollen inzwischen nicht mehr nur gut aussehen und vor Korrosion schützen. So gut und wichtig beide Eigenschaften sind, viele Kund:innen wollen mehr. Viele dieser Anforderungen lassen sich mit dem Begriff „Funktionale Beschichtungen“ beschreiben. Beliebte Schlagwörter, die hier oft fallen, sind anti-Eis, anti-Graffiti, Selbstheilung oder die oft genannte Haifischhaut. Manche dieser Eigenschaften sind inzwischen gut erforscht und am Markt etabliert, andere haben noch praktische Hürden zu überwinden. Welche funktionellen Beschichtungen zu welcher dieser Kategorien gehören, vermittelt Ihnen dasFARBE UND LACK Seminar „Funktionelle Beschichtungen“ am 10.09.2025 in Essen.
Hohe Wirksamkeit bei geringer Toxizität
Antioxidative Tests mit ABTS- und DPPH-Assays belegten starke Radikalfänger-Eigenschaften. Darüber hinaus zeigten Messungen der Oxidationsbeginn-Temperatur (OOT) in Polypropylenformulierungen, dass die neuen Verbindungen die thermische Stabilität verbessern und mit kommerziellen Antioxidantien mithalten können.
Toxikologische Analysen, darunter Tests mit humanen Gingivafibroblasten und eine östrogene Aktivitätsprüfung (EA) mittels CALUX-Assay, wiesen auf eine geringe Zytotoxizität und niedrige EA-Werte hin. Damit könnten DiE und DiAS eine umweltfreundlichere und gesundheitlich unbedenklichere Alternative für Antioxidationsanwendungen darstellen.
Quelle: Green Chemistry, Issue 26, 2025