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Wacker nimmt neue Hybridpolymer-Produktion in Nünchritz in Betrieb
Am sächsischen Standort Nünchritz hat Wacker eine neue Fertigungsanlage für Hybridpolymere in Betrieb genommen. Die neue Linie soll die Kapazitäten erhöhen und die bestehende Produktion in Burghausen langfristig ersetzen.
Wacker hat mit der Produktion von Hybridpolymeren in einer neuen Fertigungsanlage im sächsischen Nünchritz begonnen. Die Bindemittel dienen unter anderem der Herstellung Bau- und Montagekleber sowie Flüssigabdichtungen für Dächer und Balkone. Die neue Anlage befindet sich aktuell in der Hochlaufphase und ist Teil der strategischen Erweiterung des Unternehmens im Bereich reaktiver Polymere.
Mit der Inbetriebnahme will der Konzern die bisherige Produktion in Burghausen perspektivisch ablösen. Die Investitionssumme für die neue Hochgeschwindigkeitslinie liegt im zweistelligen Millionenbereich. Neben einem höheren Automatisierungsgrad bietet die Anlage laut Wacker einen stark integrierten Produktionsverbund, der eine effizientere Prozessführung und kurze interne Transportwege ermöglicht.
Fokus auf Effizienz und Skalierbarkeit
Die Produktionseinheit sei auf zukünftige Kapazitätserweiterungen vorbereitet, heißt es weiter. Der Standort Nünchritz profitiert dabei von seiner bestehenden Infrastruktur und der hohen regionalen Bedeutung für den Konzern. Insgesamt entstehen rund 50 neue Arbeitsplätze. Mit rund 1.600 Beschäftigten ist Wacker bereits jetzt der größte Chemiearbeitgeber in Sachsen.
Hybridpolymere kombinieren die Vorteile silanmodifizierter Polymere mit weiteren chemischen Systemen und gewinnen als Bindemittel in der Kleb- und Dichtstoffindustrie zunehmend an Bedeutung. Wacker reagiert mit dem Ausbau auf die steigende Nachfrage in diesem Segment.