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Venator Duisburg meldet Insolvenz an – Produktion läuft vorerst weiter
Das Chemieunternehmen Venator mit Standort in Duisburg hat Insolvenz angemeldet. Die rund 350 Beschäftigten sollen dennoch zunächst weiterarbeiten können.
Das Duisburger Chemiewerk Venator hat am 4. September Insolvenz angemeldet. Grund ist die Zahlungsunfähigkeit der britischen Konzernmutter Venator UK. Die knapp 350 Beschäftigten sollen in einer Betriebsversammlung über die nächsten Schritte informiert werden. Nach Angaben des WDR auf der Internetseite des Senders erklärte die vorläufige Insolvenzverwalterin Sarah Wolf, ihr Ziel sei es, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und eine tragfähige Lösung für die Zukunft zu entwickeln. Auch am Standort Krefeld-Uerdingen hatte Venator zuvor Insolvenz angemeldet.
Ursachen und Ausblick
Laut der Industrie- und Handelskammer am Niederrhein haben vor allem hohe Energie- und Rohstoffkosten die Lage verschärft. Bereits 2024 stellte Venator in Duisburg die Titandioxid-Produktion ein und baute rund 290 Stellen ab.
Betriebsratschef Uwe Sova sieht dennoch Chancen für den Standort. Einnahmen würden nun direkt in Duisburg verbleiben, was die Attraktivität für mögliche Investoren erhöhen könnte. Die Löhne sind für drei Monate über das Insolvenzausfallgeld abgesichert.
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