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Kronos Worldwide meldet deutlichen Quartalsverlust für das vierte Quartal 2025

Kronos Worldwide, ein führender Hersteller von Titanoxid (TiO2), berichtet über einen Nettoverlust im vierten Quartal 2025. Das Unternehmen nennt sinkende TiO2-Preise und Produktionskürzungen als Hauptursachen für die negativen Ergebnisse.

Produktionskürzungen und sinkende TiO₂-Verkaufspreise führten zu einem deutlichen Rückgang der Ergebnisse von Kronos Worldwide im Jahr 2025. Quelle: AB-7272 - stock.adobe.com

Kronos Worldwide, ein global tätiger Produzent von TiO₂, verzeichnete im vierten Quartal 2025 einen Nettoverlust von 78 Mio. EUR (0,68 EUR je Aktie), verglichen mit einem Nettoverlust von 12 Mio. EUR (0,11 EUR je Aktie) im vierten Quartal 2024. Für das Gesamtjahr 2025 meldete das Unternehmen einen Nettoverlust von 104 Mio. EUR, während im Jahr 2024 noch ein Nettogewinn von 81 Mio. EUR erzielt wurde.

Das Unternehmen führt die Verschlechterung der Ergebnisse auf niedrigere TiO₂-Verkaufspreise, erhöhte Fixkosten durch Produktionskürzungen und gestiegene Logistikkosten zurück. Im vierten Quartal 2025 wurden die Produktionsanlagen nur zu 55 % ihrer Kapazität betrieben, ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu einer Auslastung von 97 % im Vorjahresquartal. Wechselkursschwankungen und eine steuerliche Neubewertung der deutschen Netto-Steuerguthaben belasteten das Ergebnis zusätzlich.

Herausforderungen durch Marktbedingungen und Kostensteigerungen

Die Nettoverkäufe beliefen sich im vierten Quartal 2025 auf 395 Mio. EUR, ein Rückgang von 4 Mio. EUR oder 1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2025 sank der Umsatz um 26 Mio. EUR auf 1,765 Mrd. EUR. Hauptgrund für den Umsatzrückgang waren sinkende durchschnittliche TiO₂-Preise, die im vierten Quartal um 8 % und im Gesamtjahr um 4 % niedriger lagen als im Vorjahr.

Gestiegene Vertriebskosten, insbesondere durch die Positionierung von Lagerbeständen in den USA im ersten Quartal 2025 als Reaktion auf potenzielle Zollmaßnahmen, sowie Restrukturierungskosten in Höhe von 9,4 Mio.  EUR durch Personalabbau belasteten das Unternehmen ebenfalls.

Strategische Maßnahmen und Ausblick

Im Juli 2024 übernahm Kronos die vollständige Kontrolle über das Joint Venture Louisiana Pigment Company und integrierte es 2025 in die eigene Tochtergesellschaft Kronos Louisiana. Obwohl die Übernahme zu Synergien führte, konnte sie die negativen Auswirkungen der schwierigen Marktbedingungen nicht ausgleichen.

Für 2026 plant das Unternehmen, die Produktionskapazitäten weiter anzupassen und Kosten zu optimieren, um langfristig wettbewerbsfähiger zu sein. Kronos sieht sich jedoch weiterhin Herausforderungen durch volatile TiO₂-Preise, globale wirtschaftliche Unsicherheiten und Wechselkursrisiken gegenüber.