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Überschrift: Sherwin-Williams beendet Lackproduktion in Jamaika

Sherwin-Williams hat die Produktion in seinem Werk in White Marl im Bezirk St. Catherine, Jamaika, eingestellt und den lokalen Betrieb auf ein reines Vertriebsmodell umgestellt. Produkte, die zuvor vor Ort hergestellt wurden, werden nun über die bestehende Lieferkette des Unternehmens importiert. 

Das Werk von Sherwin-Williams in White Marl im Bezirk St. Catherine, Jamaika, wird nach dem Ende der Farbenproduktion am 31. Juli 2026 weiterhin als Vertriebszentrum betrieben. Quelle: Tarik GOK - stock.adobe.com

Sherwin-Williams hat die Farbenproduktion in seinem Werk in White Marl im Bezirk St. Catherine, Jamaika, beendet. Der 31. Juli markierte den letzten Produktionstag am Standort. Die zuvor dort hergestellten Produkte werden künftig an anderen Sherwin-Williams-Standorten gefertigt und über die bestehende Lieferkette des Unternehmens nach Jamaika importiert. Welche Werke die Produktion konkret übernehmen werden, wurde nicht bekannt gegeben. 

Berichten zufolge produzierte der Betrieb in White Marl Beschichtungen für den Baubereich, die Automobilindustrie sowie industrielle Anwendungen, darunter Produkte der „Kem“-Reihe. Das Vertriebszentrum am Standort bleibt in Betrieb, während die Stilllegung des Produktionsteils voraussichtlich bis ins Jahr 2027 andauern wird. 

Betrieb und Beschäftigung in Jamaika werden fortgeführt 

Sherwin-Williams erklärte, dass der Vertrieb von St. Catherine und Montego Bay aus aufrechterhalten werde und die 24 unternehmenseigenen Einzelhandelsgeschäfte in ganz Jamaika geöffnet bleiben. Das Unternehmen gab an, dass es durch die Umstellung keine Beeinträchtigung der Produktversorgung erwarte. 

Zur Personalsituation teilte das Unternehmen mit, dass 21 Mitarbeitende in Beratungsgespräche im Zusammenhang mit der Schließung eingebunden waren. Von diesen wurden sieben auf andere Positionen versetzt und 14 entlassen. Sherwin-Williams erklärte, dass es weiterhin rund 180 Menschen in Jamaika beschäftigen werde. 

Strategische Überprüfung als Grund für die Schließung genannt 

Das Unternehmen erklärte, die Entscheidung sei nach einer Überprüfung seiner Betriebsabläufe und seiner langfristigen Strategie getroffen worden und stehe nicht im Zusammenhang mit der Leistung des Werks in St. Catherine oder seiner Mitarbeitenden. 

Im Geschäftsbericht 2025 von Sherwin-Williams, der bei der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC eingereicht wurde, waren für Jamaika ein Produktionswerk der Consumer Brands Group und ein Vertriebsstandort aufgeführt, zusätzlich zu den Farbengeschäften, die als Teil des Karibik-Netzwerks des Unternehmens betrieben werden.

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