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Henkel und Synthomer kooperieren für emissionsärmere Klebstofflösungen
Henkel und Synthomer haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, um CO₂-Emissionen in der Herstellung von Schmelzklebstoffen zu senken. Im Fokus steht die Reduktion von Scope-3-Emissionen durch den Einsatz emissionsarmer Rohstoffe und erneuerbarer Energie.
Henkel und Synthomer wollen künftig enger zusammenarbeiten, um den CO₂-Fußabdruck von Schmelzklebstoffen in Europa, Indien, dem Nahen Osten und Afrika deutlich zu senken. Die Vereinbarung sieht den Einsatz von CLIMA-zertifizierten Rohstoffen vor, die durch den Einsatz erneuerbarer Energien bei der Herstellung mindestens 20 % geringere cradle-to-gate-Emissionen aufweisen.
Beide Unternehmen haben gemeinsam ein Modell entwickelt, das die Nutzung erneuerbarer Energie und prozessoptimierter Herstellung direkt mit den Emissionen einzelner Klebstoffformulierungen verknüpft. Die Emissionsdaten werden mittels Product Carbon Footprint (PCF) nach ISO14067 und den Together-for-Sustainability-Leitlinien nachvollziehbar ausgewiesen.
Fokus auf Scope-3-Emissionen
Henkel verfolgt das Ziel, seine absoluten Scope-3-Emissionen bis 2030 um 30 % gegenüber dem Basisjahr 2021 zu senken und bis 2045 klimaneutral zu werden. Dafür setzt das Unternehmen vermehrt auf Rohstoffe mit geringerer Emissionsbilanz – ohne Kompromisse bei der Leistungsfähigkeit. Synthomer unterstützt diese Ziele, indem es die eigenen Scope-1- und Scope-2-Emissionen bis 2030 um 47 % gegenüber 2019 reduziert, unter anderem durch den Einsatz von Biogas, Ökostrom und optimierten Prozessen.
Die eingesetzten PCF-Daten werden derzeit durch TÜV SÜD extern geprüft und validiert. Beide Unternehmen betonen, dass Partnerschaften entlang der Wertschöpfungskette entscheidend sind, um messbare Fortschritte beim Klimaschutz in der Klebstoffindustrie zu erzielen.