Nachrichten Markt & Branche
„Gezielt auf die Bedürfnisse des österreichischen Marktes eingehen“
Die MIPA Gruppe erweitert ihr Vertriebsnetz in Österreich und übernimmt die Geschäfte der Wildschek Lacke & Farben mit Hauptsitz in Münchendorf bei Wien. Vorstandsvorsitzender Markus Fritzsche äußert sich zu den Hintergründen der Übernahme und inwiefern der Zukauf das bestehende Portfolio des Lackherstellers stärkt. Von Damir Gagro
Welche Hintergründe haben zur Übernahme der Wildschek Lacke geführt?
Markus Fritzsche: Wir sind bereits seit vielen Jahren zuverlässiger Lieferant von Wildschek, sodass wir bei der Übernahme auch von einer langjährigen Partnerschaft und engen Zusammenarbeit profitieren können. Gleichzeitig ermöglicht uns dieser Schritt, unser Vertriebsnetz in Österreich gezielt zu erweitern und unsere Kund:innennähe weiter zu stärken. Die Standorte von Wildschek ergänzen unsere bisherigen Kund:innenkontakte und unterstützen uns mit ihren Kund:innen in Österreich.
Die Akquisition erfolgte zudem im Zuge der regelmäßigen Nachfolgeregelung des bisherigen Eigentümers, Erich Wildschek, der 2025 in den Ruhestand treten wird. Der ganze Prozess von den ersten Gesprächen bis zur finalen Einigung hat gut ein Jahr in Anspruch genommen.
Können Sie die Akquisition, inwiefern diese das Portfolio stärkt, ausführen?
Fritzsche: Die Akquisition hat für uns den Vorteil, dass wir unser bestehendes Produktportfolio für den österreichischen Markt gezielt ausbauen können. Durch die Übernahme erhalten wir Zugang zu etablierten Marken und speziellen Rezepturen, die sich vor allem in der Region bewährt haben. So können wir unseren Kund:innen ein noch breiteres Angebot bieten und schneller auf spezifische Marktanforderungen reagieren.
Wir übernehmen zudem zwei verteilte Wildschek-Standorte, die es uns ermöglichen, unsere Präsenz im Süden Österreichs zu stärken. Neben diesen Vorteilen im Portfolio bringt die Übernahme auch erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Unternehmen, die mit ihrem Know-how und ihren langjährigen Kund:innenkontakten den Übergang erleichtern und unsere Marktposition weiter festigen werden.
Wie sehen Ihre Pläne mit den übernommenen Standorten in den nächsten Jahren aus?
Fritzsche: Unser Ziel ist es, die übernommenen Standorte in unser bestehendes Vertriebsnetz zu integrieren und gleichzeitig die regionale Eigenständigkeit zu wahren. Wir werden in den kommenden Jahren in die Modernisierung investieren und unsere Kund:innen- und Umsatzpotenziale vor Ort weiter ausschöpfen.
Ein maßgeblicher Bestandteil unserer Strategie ist es, die vorhandenen Strukturen und unser umfangreiches Handwerkspartnernetz gezielt zu nutzen und damit eine hervorragende Verbindung sicherzustellen, von der alle Kund:innen profitieren. Unser vorrangiges Ziel ist es, sowohl für unsere Kund:innen als auch für die Mitarbeitenden Stabilität und Unterstützung zu gewährleisten.
Wie bewerten Sie den Markt in Österreich für Farben und Lacke? Wo sehen Sie weiteres Potenzial für Ihre Aktivitäten?
Fritzsche: Der österreichische Markt für Farben und Lacke ist für uns eine langfristig stabile Grundlage. Regionale Eigenheiten und spezifische Bedürfnisse prägen den Markt, und wir sehen darin große Chancen, unser Angebot gezielt auszurichten. Wir wollen unser Portfolio stetig erweitern und durch eine enge Zusammenarbeit mit unseren Kund:innen neue Möglichkeiten erschließen.
Die Übernahme von Wildschek Lacke & Farben stärkt unser Engagement, genau auf die Bedürfnisse des österreichischen Marktes einzugehen und so langfristig erfolgreich zu sein.