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BASF verkauft brasilianisches Dekorfarben-Geschäft an Sherwin-Williams
BASF hat eine Vereinbarung zum Verkauf seines brasilianischen Dekorfarben-Geschäfts an Sherwin-Williams unterzeichnet. Der Verkaufspreis beträgt 1,15 Mrd. USD (ca. 1,07 Mrd. EUR) auf einer cash- und schuldenfreien Basis. Die Transaktion umfasst die Produktionsstätten in Demarchi und Jaboatão, bestehende Verträge sowie die Marken Suvinil und Glasu. Rund 1.000 Mitarbeitende wechseln zu Sherwin-Williams. Der Abschluss der Übernahme steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden und wird für die zweite Jahreshälfte 2025 erwartet.
BASF erzielte mit dem Dekorfarben-Geschäft im Jahr 2024 einen Umsatz von etwa 525 Mio. USD (ca. 490 Mio. EUR). Es handelt sich dabei um BASFs einziges signifikantes B2C-Geschäft mit einem umfangreichen Produktportfolio für Farben und Farbzubereitungen sowie digitalen Lösungen. Da das Geschäft fast ausschließlich in Brasilien operiert und nur begrenzte Synergien mit anderen Beschichtungsbereichen innerhalb von BASF bestehen, wurde der Verkauf als strategische Entscheidung getroffen.
Neue Perspektiven für Suvinil unter Sherwin-Williams
Anup Kothari, Mitglied des Vorstands von BASF SE und verantwortlich für die Coatings-Division, bezeichnete die Transaktion als wichtigen Schritt zur Wertsteigerung des Unternehmens. Er zeigte sich zuversichtlich, dass das Dekorfarben-Geschäft unter Sherwin-Williams weiterhin erfolgreich sein werde.
Heidi G. Petz, CEO von Sherwin-Williams, erklärte, dass die Übernahme eine strategische Ergänzung für das Unternehmen in Lateinamerika sei. Suvinil genieße in Brasilien hohes Vertrauen bei Kaufentscheidern und sei seit über 60 Jahren ein Synonym für Innovation und Qualität. Petz betonte, dass Sherwin-Williams die Stärken beider Unternehmen nutzen wolle, um den Kund:innennutzen weiter zu erhöhen. Bis zum Abschluss der Transaktion werden BASF und Sherwin-Williams weiterhin als unabhängige Unternehmen agieren. Die Kontinuität der Geschäftsabläufe soll während des gesamten Prozesses gewährleistet bleiben. Mitarbeitendenvertretungen des betroffenen Geschäftsbereichs werden entsprechend der lokalen Vorschriften in den Prozess einbezogen.
BASF plant darüber hinaus, im zweiten Quartal 2025 strategische Optionen für seine verbleibenden Coatings-Aktivitäten zu prüfen. Dazu gehören unter anderem Automobil-OEM-Beschichtungen, Refinish-Beschichtungen und Oberflächenbehandlungen.