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Automatisierte Analyse von Steinschlagschäden im Lackaufbau

Eine neue Methode ermöglicht die automatisierte Ermittlung der Haupttrennebene bei Steinschlagprüfungen gemäß DIN EN ISO 21227-2. Die Analyse nutzt konfokal-chromatische Messtechnik und kombiniert visuelle mit mathematischer Auswertung.

PPG und Arcelor Mittal setzen auf neue Beschichtungslösungen, um Emissionen in der Automobilfertigung zu reduzieren. Quelle: Michael - stock.adobe.com

In der Automobilindustrie gewinnt die automatisierte Auswertung von Haftfestigkeitsprüfungen zunehmend an Bedeutung. Eine aktuelle Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung einer Methode zur automatisierten Analyse des Schadensverlaufs im Lackaufbau nach Steinschlagbeanspruchung. Grundlage ist das konfokal-chromatische Messprinzip, das präzise topografische Daten liefert. Diese Tiefeninformationen werden statistisch ausgewertet und in Histogrammen abgebildet, welche die Basis für die Analyse der Haupttrennebene bilden.

Kern der Entwicklung ist ein zweistufiges Verfahren zur Festlegung des relevanten Intervalls für die Auswertung der Peakfläche. Zunächst wird die Breite des Peaks bei einer definierten relativen Höhe bestimmt. Auf dieser Basis erfolgt anschließend die Festlegung der äußeren Grenzen anhand der Steigung. Das Verfahren erlaubt so die Unterscheidung zwischen Kern- und Peripherieschaden und schafft damit eine differenzierte Grundlage für die Beurteilung der Beschichtungsintegrität.


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Verknüpfung von Norm und visueller Wahrnehmung

Ein neu eingeführtes Bewertungskriterium bezieht die visuelle Wahrnehmung in die Analyse mit ein. Es wird sowohl eine mathematisch definierte als auch eine visuell nachvollziehbare Haupttrennebene ermittelt, um der normativen Vorgabe aus DIN EN ISO 21227-2 ebenso gerecht zu werden wie der Praxis der manuellen Bewertung. Die Methode ermöglicht somit nicht nur eine objektive und reproduzierbare Auswertung, sondern auch eine bessere Vergleichbarkeit mit bisherigen, visuell erhobenen Daten.

Die entwickelte Methode liefert zuverlässige Ergebnisse zur Lage der Haupttrennebene und kann prinzipiell auch auf andere Haftfestigkeitsprüfungen übertragen werden. Darüber hinaus bietet sie Potenzial für die weiterführende Beschreibung des Schadensverlaufs innerhalb des Schichtaufbaus. Perspektivisch lässt sich so nicht nur die digitale Dokumentation vereinfachen, sondern auch die Entwicklung neuer, steinschlagresistenter Lacksysteme gezielter unterstützen.

Quelle: Wefels, Franziska (2025): Methodenentwicklung zur automatisierten Analyse des Schadensverlaufs im Lackaufbau bei Steinschlagbeständigkeitsprüfungen von Beschichtungen in der Automobilindustrie.