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Dow erwägt Ausstieg aus Chemie-Joint-Venture mit Saudi Aramco

Der US-Chemiekonzern Dow prüft Berichten zufolge einen Rückzug aus seinem Joint Venture mit Saudi Aramco. Hintergrund ist eine umfassende Portfolioüberprüfung infolge des anhaltenden Abschwungs in der Chemieindustrie. 

Dow hält einen Anteil von 35 % an Sadara Chemical, einem Joint Venture mit Saudi Aramco, das mit rund 20 Mrd. USD (ca. 17,2 Mrd. EUR) bewertet wird. Quelle: beugdesign - stock.adobe.com

Der US-Chemiekonzern Dow erwägt einem Bericht von Bloomberg zufolge den Ausstieg aus seinem Joint Venture mit dem saudi-arabischen Ölkonzern Aramco. Bei dem Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich um Sadara Chemical, das mit 20 Mrd. USD (ca. 17,2 Mrd. EUR) bewertet wird. Dow hält derzeit einen Anteil von 35 % an dem Unternehmen, Aramco hält den Rest. 

Der mögliche Rückzug ist Teil einer umfassenderen Portfolioüberprüfung des Unternehmens aus Michigan, die als Reaktion auf den anhaltenden Abschwung in der Chemieindustrie eingeleitet wurde. Dow konzentriert sich dem Bericht zufolge auf Geschäftsbereiche, von denen höhere Renditen erwartet werden. 

Aramco und Finanzinvestoren als mögliche Käufer 

Insidern zufolge könnte Saudi Aramco die Gelegenheit nutzen und den Dow-Anteil an dem Joint Venture übernehmen. Auch Finanzinvestoren oder andere Branchenakteure könnten für die Beteiligung bieten. Endgültige Entscheidungen stehen noch aus, und das Unternehmen könnte sich letztlich auch gegen eine Transaktion entscheiden. Vertreter von Dow reagierten nicht auf Bloomberg-Anfragen nach einer Stellungnahme; Aramco wollte sich ebenfalls nicht äußern. 

Sadara Chemical zählt zu Dows bedeutendsten Partnerschaften im Nahen Osten. Ein Ausstieg würde eine erhebliche Verschiebung der regionalen Prioritäten des Unternehmens signalisieren. 

Branchenabschwung treibt Portfolioüberprüfung voran 

Die Chemieindustrie befindet sich seit Jahren in einer Schwächephase. Als Reaktion darauf überprüft Dow sowohl sein Portfolio als auch seine Kapitalallokation. Der mögliche Verkauf des Anteils an Sadara Chemical wird in diesem Zusammenhang als Teil der Bemühungen des Unternehmens dargestellt, Ressourcen auf ertragsstärkere Geschäftsbereiche zu konzentrieren. 

Ein Zeitplan für eine Entscheidung wurde nicht genannt; der Ausgang der Überprüfung bleibt offen.

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