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Trinseo startet Chapter-11-Verfahren zur Schuldenreduzierung
Trinseo, ein weltweit tätiger Hersteller von Polymeren und Latex, hat in den USA Chapter-11-Insolvenzschutz beantragt, um Schulden in Höhe von rund 1,87 Mrd. EUR zu reduzieren. Das Unternehmen versichert, dass der tägliche Geschäftsbetrieb, einschließlich der Beziehungen zu Kunden und Lieferanten, während der Restrukturierung unbeeinträchtigt bleibt.
Der US-amerikanische Hersteller von Styrolkunststoffen, Acryl-Butadien-Styrol (ABS) und Latexbindemitteln, Trinseo, hat offiziell ein freiwilliges Chapter-11-Insolvenzverfahren beim US-Insolvenzgericht für den südlichen Bezirk von Texas eingeleitet. Dieser Schritt ist Teil eines vorab vereinbarten Restrukturierungsplans, bekannt als „Restructuring Support Agreement“ (RSA), der mit Gläubigern abgeschlossen wurde, die den Großteil der Schulden des Unternehmens halten.
Die Restrukturierung zielt darauf ab, Trinseos Schuldenlast um rund 1,87 Mrd. EUR zu senken, wobei die jährlichen Zinszahlungen um etwa 130 Mio. EUR reduziert werden sollen. Laut dem Unternehmen wird der Prozess zügig voranschreiten und erfordert keine Zugeständnisse von Mitarbeitern, Kunden oder Lieferanten.
Restrukturierungsplan und operativer Fortbestand
Zur Unterstützung der Restrukturierung hat Trinseo eine Finanzierung in Höhe von etwa 147 Mio. EUR zur Verfügung gestellt bekommen. Zusätzlich wurde eine neue revolvierende Kreditfazilität in Höhe von 140 Mio. EUR eingeführt, die durch Forderungen abgesichert ist und die bisherige Fazilität ersetzt. Im Rahmen des RSA sollen die bestehenden Gläubiger nahezu 100 % des Eigentums am reorganisierten Unternehmen übernehmen.
CEO Frank Bozich erklärte: „Durch diesen Prozess werden wir unsere Bilanz und finanzielle Flexibilität erheblich verbessern, während wir weiterhin Produkte herstellen, unsere Kunden bedienen, Innovationen vorantreiben und unsere Verpflichtungen gegenüber Lieferanten und Partnern erfüllen.“
Das Chapter-11-Verfahren betrifft nur ausgewählte US-amerikanische und nicht operative Tochtergesellschaften, während der Großteil von Trinseos Geschäftseinheiten unbeeinträchtigt bleibt. Das Unternehmen betonte, dass der tägliche Betrieb sowie die Kundenbeziehungen wie gewohnt fortgeführt werden.