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Fraunhofer IFAM und Plasmatreat treiben PFAS-freie Beschichtungstechnologien voran

Die Fraunhofer-Gesellschaft und Plasmatreat bündeln ihre Kräfte, um PFAS-freie Beschichtungssysteme schneller in die industrielle Praxis zu überführen.

Das Fraunhofer IFAM und Plasmatreat treiben die Entwicklung PFAS-freier Beschichtungslösungen für industrielle Anwendungen voran. Quelle: momius - adobe.stock.com

Die Zusammenarbeit zwischen der Plasmatreat und dem Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) zielt darauf ab, innovative und umweltfreundliche Beschichtungstechnologien schneller industriell nutzbar zu machen. Im Fokus stehen die PFAS-freien Niederdruckplasma-Beschichtungssysteme „Plaslon“ und „UltraPlas“, die vom Fraunhofer IFAM entwickelt wurden. Plasmatreat bringt dabei seine Expertise als Anlagenbauer und Lohnbeschichter ein, während das Fraunhofer IFAM technologische Expertise für die Entwicklung und Optimierung einbringt.

Magnus Buske, Geschäftsführer von Plasmatreat, betont die Bedeutung des Technologietransfers: „Mit dieser Partnerschaft erschließen wir neue Möglichkeiten für die Industrie, innovative und nachhaltige, PFAS-freie Beschichtungstechnologien effizient einzusetzen.“ Die Kooperation ermöglicht Unternehmen eine schnelle und risikoarme Integration dieser Technologien in ihre Produktionsabläufe.

Schlüsselbranchen profitieren von nachhaltigen Lösungen

Insbesondere Unternehmen aus der Kunststoffverarbeitung, dem Werkzeug- und Formenbau sowie der Lebensmittel-, Verpackungs- und Medizintechnik können von den schlüsselfertigen Lösungen profitieren. Dr. Klaus Vissing, Projektleiter am Fraunhofer IFAM, erklärt: „Gemeinsam stellen wir sicher, dass unsere PFAS-freien Entwicklungen nicht im Labor verbleiben, sondern als qualifizierte Beschichtungssysteme in die industrielle Fertigung einfließen.“

Die „Plaslon“-Technologie bietet eine fluor- und PFAS-freie Alternative zu konventionellen Antihaftsystemen. Sie ist besonders für komplexe Geometrien geeignet und eine nachhaltige Alternative für Lebensmittelanwendungen.

„UltraPlas“ hingegen ist speziell für die Thermoplast- und Elastomerverarbeitung konzipiert. Sie reduziert Entformungsprobleme, Belagsbildung und Reinigungsaufwand und sorgt dafür, dass keine Beschichtungsbestandteile auf Formteile übertragen werden. Mit ihrer PFAS-freien Funktionalität und hohen Prozesssicherheit minimiert sie Stillstandzeiten und erhöht die Effizienz in der Kunststoffverarbeitung.

Durch diese Kooperation zwischen Fraunhofer IFAM und Plasmatreat wird ein entscheidender Schritt in Richtung nachhaltiger und zukunftsorientierter industrieller Anwendungen gemacht. Die beiden Unternehmen kombinieren wissenschaftliches Know-how und industrielle Kompetenz, um den Weg für umweltfreundliche Technologien zu ebnen.