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Tack: Neues PCF-Tool für Klebstoff- und Klebebandbranche vorgestellt

Mit dem webbasierten Tool Tack ermöglichen IVK und Afera eine standardisierte, benutzerfreundliche Berechnung des Product Carbon Footprint (PCF) für Klebstoffe und Klebebänder – auch ohne LCA-Vorkenntnisse. Ziel ist die Vereinheitlichung von CO₂-Berechnungen entlang der Lieferkette.

Mit Tack bieten IVK und Afera ihren Mitgliedern eine neue digitale Lösung zur Berechnung produktbezogener CO₂-Emissionen. Quelle: Memed ÖZASLAN - stock.adobe.com

Der Industrieverband Klebstoffe (IVK) und der europäische Verband der Klebebandhersteller (Afera) haben ein gemeinsames Berechnungswerkzeug für den Product Carbon Footprint (PCF) von Klebstoff- und Klebebandprodukten veröffentlicht. Das Online-Tool Tack (Tapes and Adhesives Calculation Kit) wurde zusammen mit dem Softwareunternehmen Sphera entwickelt und richtet sich an Hersteller, Verarbeiter und Rohstofflieferanten entlang der Wertschöpfungskette.

Tack basiert auf den internationalen Normen ISO 14067:2018 und ISO 14040:2006 sowie der PCF-Richtlinie der Initiative Together for Sustainability (TfS). Die Berechnungsmethodik wurde speziell für die Anforderungen der Branche entwickelt und von DEKRA vorab verifiziert.

Einheitliche Berechnungen für die gesamte Lieferkette

Die standardisierte Methodik zielt auf eine transparente und konsistente Berechnung der Treibhausgasemissionen über alle Lebenszyklusphasen hinweg. Dabei steht insbesondere die Harmonisierung der Datenqualität im Vordergrund. „Tack ist ein echter Game-Changer“, betont IVK-Hauptgeschäftsführerin Dr. Vera Haye. Dank der einfachen Bedienung sei das Tool für Unternehmen jeder Größe einsetzbar – unabhängig vom Vorwissen im Bereich Lebenszyklusanalysen (LCA).

Auch Afera zeigt sich überzeugt: Das Tool sei in enger Abstimmung mit Akteuren der gesamten Lieferkette entwickelt worden und liefere konsistente, belastbare PCF-Daten. Laut Afera-Vertreter Dr. Pablo Englebienne sind diese Informationen besonders für nachgelagerte Anwender von Bedeutung, da sie zunehmend auf belastbare Umweltkennzahlen angewiesen sind.

Unterstützung für nachhaltige Transformation

Für zusätzliche Glaubwürdigkeit sorgt die Validierung des Modells durch DEKRA Assurance Services. Die Prüforganisation bewertete das Softwaremodell hinsichtlich der Konformität mit dem TfS-Standard. Auch von TfS selbst kommt Zustimmung: Das Tool sei ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltige Transformation, so Alessandro Pistillo, Co-Chair des Scope 3 Emissions Programms bei TfS und BASF.