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CEPE fordert: Smartere Regulierung für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Mit einem neuen 19-Punkte-Papier legt CEPE konkrete Vorschläge zur Vereinfachung europäischer Chemikalienregulierung vor. Ziel ist es, unnötige Bürokratie abzubauen und Innovationshemmnisse für Farben- und Druckfarbenhersteller zu beseitigen.

CEPE spricht sich für effiziente statt weniger Regulierung aus – zugunsten von Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft. Quelle: Suelzengenappel - stock.adobe.com

CEPE, der europäische Verband der Farben-, Druckfarben- und Künstlerfarbenindustrie, hat am 8. Mai 2025 ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Regulierungsvereinfachung veröffentlicht. Im Zentrum stehen 19 konkrete Vorschläge, die darauf abzielen, regulatorische Hürden abzubauen und gleichzeitig die politischen Zielsetzungen in den Bereichen Gesundheit, Umwelt und Nachhaltigkeit aufrechtzuerhalten. Die Industrie, so CEPE, sei zunehmend durch komplexe und sich schnell ändernde Anforderungen belastet – insbesondere im Bereich REACH, CLP und der Biozid-Verordnung.

CEPE-Generaldirektorin Christel Davidson betont: „Wir fordern keine Deregulierung, sondern intelligente, effektive Regulierung.“ Als Stimme der Branche gegenüber der EU verweist CEPE dabei auf die Folgen des derzeitigen Systems: Innovationshemmnisse, verzögerte Produktzulassungen und überproportionale Belastungen kleiner und mittlerer Unternehmen.

Vorschläge im Detail: Digitalisierung, Fristen, Harmonisierung

Zu den Kernpunkten zählen die digitale Bereitstellung von Sicherheitsdatenblättern im XML-Format, die Zulassung von QR-Codes für deren Verteilung an professionelle Anwender sowie eine Vereinfachung der Giftinformationsmeldungen (PCN). CEPE schlägt unter anderem vor, PCN-Dossiers europaweit einheitlich auf Englisch einreichen zu dürfen und Gebühren für die Einreichung zu streichen.

Im Kontext der Biozid-Verordnung fordert CEPE schnellere und kosteneffizientere Zulassungsverfahren sowie eine Bewertung nach Produkttypen statt einzelner Wirkstoffe. Auch nationale Sonderregelungen bei Kennzeichnungspflichten sollen verhindert werden, um den europäischen Binnenmarkt nicht weiter zu fragmentieren.

Klare Botschaft an die EU-Kommission

CEPE begrüßt die Ankündigung der Europäischen Kommission, den Verwaltungsaufwand für Unternehmen um 25 % zu senken, und sieht die eigenen Vorschläge als konstruktiven Beitrag zu dieser Zielsetzung. Die vorgeschlagenen Maßnahmen seien laut CEPE rasch umsetzbar und könnten helfen, sowohl Wettbewerbsfähigkeit als auch Nachhaltigkeit innerhalb der Branche zu fördern.