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Schnellere Erholung: Neuer Ansatz verbessert druckempfindliche Klebstoffe
Druckempfindliche Klebstoffe (PSAs) bieten eine einfache Handhabung, indem sie ohne zusätzliche Wärme oder Lösungsmittel haften. Dennoch bleibt ihre mechanische Stabilität eine Herausforderung, insbesondere die langsame Rückstellfähigkeit nach Dehnung. Ein Forschungsteam hat nun Polyurethan-Diacrylat (PUDA) als alternativen Vernetzer untersucht, um diese Problematik zu lösen.
Die Ergebnisse zeigen, dass PUDA-basierte PSAs eine signifikant schnellere Rückstellung ermöglichen. Während herkömmliche, mit 1,6-Hexandiol-Diacrylat (HDDA) vernetzte PSAs etwa 61 Sekunden für eine vollständige Erholung benötigen, beträgt die Rückstellzeit der PUDA-Variante lediglich 2,5 Sekunden. Damit wird ein entscheidender Fortschritt für Anwendungen erzielt, die eine hohe Belastbarkeit erfordern, etwa in flexiblen Elektronikbauteilen.
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Erhöhte Klebkraft und Langlebigkeit
Neben der schnellen Erholung verbessert PUDA auch die Haftkraft der PSAs. Die Forscher berichten von einer 180°-Peelhaftung von 22 N pro 25 mm, während ein kommerzielles Vergleichsprodukt nur 12,3 N pro 25 mm erreicht. Zudem zeigen Tests mit 100 Belastungszyklen bei 20 % Dehnung eine langfristige Stabilität, wodurch sich diese Klebstoffe besonders für anspruchsvolle industrielle Anwendungen eignen.Die Studie legt damit den Grundstein für leistungsfähigere druckempfindliche Klebstoffe und könnte künftige Entwicklungen in der Kleb- und Beschichtungstechnologie nachhaltig beeinflussen.
Quelle: Lee, G. et al. (2025): Polyurethane diacrylate incorporated pressure-sensitive adhesives with enhanced strain recovery. Polymer Chemistry, Issue 7.