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European Coatings Podcast: Der Ersatz von Cobalt-Trocknern in der Lackformulierung
Warum ist der Ersatz von Cobalt-Trocknern eine solch hartnäckige technische Herausforderung für die Lackindustrie? In der neuesten Folge des European Coatings Podcasts spricht Redakteur Yeray Arauco mit Dr. Andrew Mason, R&D- und Technikexperte bei EGE Kymia, über den komplexen Prozess, Cobalt aus Alkydformulierungen zu entfernen.
Das Gespräch beleuchtet die jahrzehntelange Rolle von Cobalt als Industriestandard und wie die REACH-Verordnung die Branche dazu gezwungen hat, nach sichereren Alternativen zu suchen. Dr. Mason erklärt, warum frühe Mangan-basierte Ersatzstoffe Schwierigkeiten hatten, sich durchzusetzen: Vereinfacht gesagt: „Nur Cobalt verhält sich wie Cobalt.“ Das Gespräch unterstreicht die technischen Hürden, die einzigartige Redoxchemie von Cobalt zu imitieren, die im Gegensatz zu den temperaturabhängigeren Eisen- oder Mangan-Alternativen eine effiziente Trocknung unter verschiedensten Umgebungsbedingungen ermöglicht.
Die Folge geht zudem detailliert auf die Entwicklung der Siccativ-Technologie ein – von den ersten, unvollkommenen Mangan-Substituten über den Wechsel zu Cobalt-Neodecanoaten bis hin zur jüngsten Entwicklung polymerer Cobalt-Formen, die aktuelle regulatorische Beschränkungen umgehen. Mit Blick auf die Zukunft rückt eine weitere große Hürde für Formulierer in den Fokus: der Übergang zu Oxim-freien Systemen. Dr. Mason betont, dass der Ersatz von MEKO für die Lagerstabilität in der Dose eine noch größere Herausforderung darstellt als die Suche nach Cobalt-Alternativen. Er rät technischen Leitern, auf das vorhandene Branchenwissen zurückzugreifen, anstatt bei diesen Umstellungen das Rad neu zu erfinden.
Hören Sie in die neueste Folge des European Coatings Podcasts rein, um die vollständige Diskussion zu verfolgen – einschließlich praktischer Ratschläge zur Abstimmung von Trocknern in wasser- versus lösemittelbasierten Systemen und zur Zukunft der Alkyd-Innovation: