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Lösemittelgestütztes chemisches Recycling ohne Katalysator: Neue Perspektive für Plastikmischabfälle
Forschende zeigen, wie sich Polyester- und Polycarbonat-Abfälle durch lösungsmittelunterstützte, katalysatorfreie Aminolyse effizient recyceln lassen – auch bei Mischkunststoffen.
Die geringe Abbaubarkeit von Massenkunststoffen stellt Umwelt und Gesundheit weiterhin vor große Herausforderungen. Chemisches Recycling gilt dabei als vielversprechender Ansatz, um Kunststoffabfälle stofflich in wertvolle Monomere zurückzuführen – doch bisherige Verfahren erfordern oft Katalysatoren, hohe Temperaturen oder übermäßigen Einsatz von Nukleophilen.
Ein japanisches Forschungsteam hat nun eine einfache, vielseitige Methode entwickelt: Mit Hilfe ausgewählter polarer aprotischer Lösemittelmittel wird die Aminolyse von Polyester- und Polycarbonat-Abfällen ohne Katalysatoren möglich. Der entscheidende Vorteil: Der Prozess läuft unter milden Bedingungen ab und eignet sich sowohl für sortenreine als auch gemischte Abfälle.
Veranstaltungstipp: Funktionelle Beschichtungen
Beschichtungen sollen inzwischen nicht mehr nur gut aussehen und vor Korrosion schützen. So gut und wichtig beide Eigenschaften sind, viele Kund:innen wollen mehr. Viele dieser Anforderungen lassen sich mit dem Begriff „Funktionale Beschichtungen“ beschreiben. Beliebte Schlagwörter, die hier oft fallen, sind anti-Eis, anti-Graffiti, Selbstheilung oder die oft genannte Haifischhaut. Manche dieser Eigenschaften sind inzwischen gut erforscht und am Markt etabliert, andere haben noch praktische Hürden zu überwinden. Welche funktionellen Beschichtungen zu welcher dieser Kategorien gehören, vermittelt Ihnen dasFARBE UND LACK Seminar „Funktionelle Beschichtungen“ am 10.09.2025 in Essen.
Mild, flexibel und skalierbar
Die Lösemittelmittel fungieren dabei als Promotoren, die die Depolymerisation effizient fördern. Damit eröffnet sich ein neues Potenzial für die industrielle Umsetzung chemischer Recyclingverfahren – insbesondere für Abfälle, die mit herkömmlichen mechanischen oder thermischen Verfahren schwer zu verarbeiten sind.
Die vorgestellte Strategie liefert eine praxisnahe Grundlage, um aus Kunststoffabfällen wieder Monomere zu gewinnen und so Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung voranzutreiben. Sie könnte helfen, die Umweltbelastung durch Plastik langfristig deutlich zu reduzieren.
Quelle: Green Chemistry, Issue 25, 2025