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Westlake schließt drei Chlor-Vinyl-Anlagen in den USA und zieht sich aus dem Styrolgeschäft zurück
Westlake will seine Profitabilität verbessern und kündigt die Schließung mehrerer Produktionsstandorte in den USA an. Rund 295 Arbeitsplätze sind betroffen.
Westlake hat angekündigt, drei US-amerikanische Produktionsanlagen im Bereich Chlor-Vinyl sowie eine Styrolanlage noch im Dezember 2025 zu schließen. Mit dem Schritt will das Unternehmen die Ertragslage seines Geschäftssegments Performance and Essential Materials stabilisieren. Gleichzeitig zieht sich Westlake vollständig aus dem Styrolgeschäft zurück.
Betroffen sind Standorte in Aberdeen (Mississippi) sowie Lake Charles (Louisiana). Insgesamt sollen rund 295 Mitarbeitende ihre Arbeitsplätze verlieren. Westlake betont, dass die Versorgung mit Polyvinylchlorid (PVC), Vinylchlorid-Monomer (VCM) und Chlor-Alkali-Produkten weiterhin über die verbleibenden sieben nordamerikanischen Anlagen sichergestellt werde.
Überkapazitäten belasten Ergebnis
Als Hauptgrund für die Schließungen nennt das Unternehmen anhaltende globale Überkapazitäten, insbesondere in der Chlor-Vinyl-Wertschöpfungskette und im Styrolmarkt. Diese hätten zu einem deutlichen Rückgang von Margen und Ergebnissen geführt. Im dritten Quartal 2025 verbuchte Westlake zudem eine nicht zahlungswirksame Wertminderung in Höhe von 727 Mio. USD auf den Geschäftsbereich.
Durch die Maßnahmen erwartet Westlake ab 2026 eine Verbesserung des EBITDA im betroffenen Segment um rund 100 Mio. USD pro Jahr. Zusätzlich sollen geringere Investitions- und Stillstandskosten zu einem positiven Free-Cash-Flow-Effekt beitragen. Die nun stillgelegten Anlagen waren überwiegend auf Exportmärkte ausgerichtet und galten laut Unternehmen als strukturell benachteiligt.