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Syensqo eröffnet Mikrobiologie-Labor in Lyon

Das neu eröffnete Labor von Syensqo in Frankreich soll die Entwicklung umweltfreundlicher Materialien beschleunigen. Durch modernste Testverfahren und digitale Technologien wird die Prüfkapazität für biologische Abbaubarkeit erheblich erweitert.

Das neue Labor in Lyon ist mit digitalen Tools und automatisierten Testsystemen ausgestattet und soll die Entwicklung nachhaltiger Produkte beschleunigen. Quelle: Syensqo

Syensqo hat am 12. Juni 2025 offiziell sein neues Mikrobiologie-, (Öko-)Toxikologie- und Biotechnologie-Labor im französischen Lyon eröffnet. Die 550 m² große Einrichtung ist laut Unternehmensangaben das weltweit größte Mikrobiologie-Labor des Konzerns und soll künftig als Referenzzentrum für biologische Abbaubarkeit und Umweltverträglichkeit dienen. Ziel ist es, Prüfungen bereits in der frühen Phase der Produktentwicklung zu integrieren und die Markteinführung nachhaltiger Materialien zu beschleunigen – insbesondere für Anwendungen in den Bereichen Kosmetik, Haushaltschemikalien, Agrochemikalien, Klebstoffe und Materialien.

Das neue Labor ist in das globale Netzwerk von Syensqo eingebunden und wird eng mit anderen Forschungszentren des Unternehmens zusammenarbeiten. Mit Hilfe von maschinellem Lernen und automatisierten Prüfverfahren soll die Zahl der durchführbaren Tests im Vergleich zu 2021 verzehnfacht werden. Gleichzeitig wurde das Gebäude selbst unter Nachhaltigkeitsaspekten errichtet: Der Energieverbrauch konnte um 35 %, die CO₂-Emissionen um 36 % reduziert werden.

Unterstützung bei Registrierung und Serviceangebot geplant

Zudem strebt das Labor eine Akkreditierung nach GLP (Good Laboratory Practice) im zweiten Halbjahr 2025 an. Damit soll es künftig auch bei der Produktregistrierung unterstützend tätig sein. Darüber hinaus plant Syensqo, die neuen Testmöglichkeiten auch externen Kunden und Partnern im Rahmen eines Service-Modells anzubieten – insbesondere für schwer zu bewertende Produkte.

„Unser neues Mikrobiologie-Labor stärkt unsere Fähigkeit, sichere und biologisch abbaubare Lösungen zu entwickeln“, betonte Thomas Canova, Leiter Forschung & Innovation sowie verantwortlich für die Plattform für erneuerbare Materialien und Biotechnologie bei Syensqo. Die offizielle Eröffnung fand im Beisein von Kunden und lokalen Behörden statt.