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Nippon Paint Holdings kauft europäisches Automobillackgeschäft zurück

Nippon Paint Holdings hat die Rückübernahme seines europäischen Automobillackgeschäfts von der Wuthelam Group angekündigt. Die Transaktion hat einen Wert von rund 47 Mio. EUR und folgt auf eine Restrukturierungsphase, in der das Geschäft vom Mehrheitsaktionär gehalten wurde und seitdem wieder profitabel geworden ist. 

Nippon Paint Holdings übernimmt sein europäisches Automobillackgeschäft zurück, nachdem es unter der Wuthelam Group erfolgreich restrukturiert wurde. Quelle: Yuri - stock.adobe.com

Nippon Paint Holdings, notiert im Prime Market der Tokioter Börse, gab bekannt, dass sein Vorstand die Rückübernahme der Anteile am europäischen Automobillackgeschäft genehmigt hat. Das Geschäft war zuvor im Rahmen einer im August 2021 angekündigten Restrukturierungsstrategie an die Wuthelam Group – den Mehrheitsaktionär des Unternehmens – übertragen worden. Der Anteilskaufvertrag wurde am selben Tag wie der Vorstandsbeschluss unterzeichnet; der Abschluss der Transaktion ist für Oktober 2026 geplant. 

Der Kaufpreis beträgt rund 47 Mio. EUR, was bei einem Umrechnungskurs von 1 EUR =  181,4 JPY etwa 8,5 Mrd. JPY entspricht. Laut der Mitteilung wird die Auswirkung der Aktienübernahme auf das konsolidierte Ergebnis des Unternehmens für das am 31. Dezember 2026 endende Geschäftsjahr als unwesentlich eingeschätzt. 

Hintergrund: Restrukturierung und Erholung des europäischen Automobillackgeschäfts 

Die ursprüngliche Übertragung des europäischen Automobillackgeschäfts an die Wuthelam Group im Jahr 2021 wurde seinerzeit als Maßnahme beschrieben, um dem Mehrheitsaktionär die finanziellen Risiken und Kosten der Restrukturierung zu übertragen. Während der Halteperiode durch die Wuthelam Group stellte Nippon Paint Holdings weiterhin Managementunterstützung bereit und entsandte Führungskräfte in das Unternehmen, während es dessen Finanzlage und operativen Status überwachte. 

Die Mitteilung gibt an, dass das europäische Automobillackgeschäft seit der Anteilsübertragung eine deutliche Erholung seiner Leistung erzielt hat, unter anderem durch Restrukturierungsmaßnahmen einschließlich organisatorischer Veränderungen. Das Unternehmen hat festgestellt, dass die Rückübernahme des Geschäfts zu diesem Zeitpunkt die optimale Entscheidung ist, um seine globalen Initiativen im Bereich Automobillacke zu beschleunigen – im Einklang mit seiner erklärten Mission der Maximierung des Aktionärswerts (Maximization of Shareholder Value, MSV) durch sein Asset-Assembler-Geschäftsmodell. 

Governance-Maßnahmen zum Schutz der Minderheitsaktionäre 

Da die Transaktion die Wuthelam Group als Gegenpartei einschließt – und damit eine Transaktion mit einem Mehrheitsaktionär darstellt – hat Nippon Paint Holdings eine Reihe von Governance-Maßnahmen ergriffen, um Fairness sicherzustellen und Interessenkonflikte zu vermeiden. Dazu gehörte die Einholung eines unabhängigen Bewertungsgutachtens von Novances Corporate Finance, einer Unternehmensberatung ohne Verbindung zum Unternehmen, der Wuthelam Group oder der Zielgesellschaft. Das Bewertungsgutachten wurde am 20. Juni 2026 erhalten. 

Darüber hinaus richtete das Unternehmen einen Sonderausschuss ein, der aus drei unabhängigen Außendirektoren besteht – Masataka Mitsuhashi, Hisashi Hara und Masayoshi Nakamura –, um zu beurteilen, ob die Transaktion für Minderheitsaktionäre nachteilig wäre. Der Sonderausschuss legte seinen Bericht am 4. August 2026 vor und kam zu dem Schluss, dass die Transaktion aus Sicht der Aktionärswertmaximierung vertretbar ist, dass die Verfahren fair sind und dass die Angemessenheit der Transaktionsbedingungen gewährleistet ist. Darüber hinaus nahm Direktor Goh Hup Jin, der zugleich als Vertreter der Wuthelam Group fungiert, an keinerlei Beratungen, Beschlüssen oder Verhandlungen im Zusammenhang mit der Transaktion teil. Der Vorstandsbeschluss wurde mit einstimmiger Zustimmung aller anwesenden unbefangenen Direktoren gefasst.

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