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Covestro passt Jahresprognose nach schwachem zweitem Quartal an

Hoher Preisdruck, neue Handelszölle und Überkapazitäten belasten Covestro im zweiten Quartal 2025. Der Konzern senkt seine Jahresprognose für das EBITDA und den Cashflow – setzt aber gleichzeitig mit einer Akquisition und einer neuen Vorständin auf strategisches Wachstum.

Covestro verzeichnet im zweiten Quartal 2025 deutliche Ergebnisrückgänge, treibt aber mit der Übernahme der Pontacol AG seine Wachstumsstrategie voran. Quelle: Covestro

Covestro hat das zweite Quartal 2025 in einem weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfeld abgeschlossen. Neue US-Einfuhrzölle und ein Überangebot aus der Region Asien-Pazifik führten zu massiven Preisrückgängen in wichtigen Absatzmärkten. Bei weitgehend stabilen Absatzmengen sank der Konzernumsatz um 8,4 % auf 3,4 Mrd. EUR. Das EBITDA verringerte sich um 15,6 % auf 270 Mio. EUR, lag damit jedoch am oberen Ende der eigenen Prognose. Das Konzernergebnis betrug –59 Mio. EUR, der Free Operating Cash Flow –228 Mio. EUR.

Aufgrund der schwachen Gesamtkonjunktur ohne Anzeichen einer kurzfristigen Erholung senkte Covestro seine Jahresprognose. Für 2025 erwartet das Unternehmen nun ein EBITDA zwischen 700 Mio. EUR und 1,1 Mrd. EUR (bisher: 1,0 bis 1,4 Mrd. EUR) sowie einen Free Operating Cash Flow zwischen –400 Mio. EUR und +100 Mio. EUR. Der ROCE über WACC soll zwischen –9 und –5 Prozentpunkten liegen. Die CO₂-Emissionen bleiben unverändert prognostiziert.

Akquisition und Managementwechsel als strategische Schritte

Mit der im Juni vereinbarten Übernahme des Schweizer Spezialfolienherstellers Pontacol AG stärkt Covestro sein Portfolio im Bereich Mehrschicht-Klebefolien. Die Akquisition umfasst zwei Produktionsstandorte in der Schweiz und Deutschland sowie rund 100 Mitarbeitende und soll im dritten Quartal 2025 abgeschlossen werden.

Zum 1. August übernimmt Monique Buch als neue Chief Commercial Officer die Verantwortung für das Segment Solutions & Specialties und folgt damit auf Sucheta Govil. Sie wird sechs Geschäftseinheiten einschließlich der Supply Chain Center in den Hauptregionen leiten.