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Catalyxx baut erste kommerzielle Anlage für bio-basierte Chemikalien in Portugal

Das US-amerikanische Unternehmen Catalyxx plant den Bau seiner ersten kommerziellen Produktionsanlage für erneuerbare Chemikalien in Sines, Portugal. Mit einem Investitionsvolumen von 120 Mio. EUR soll die Anlage einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der europäischen Chemieindustrie leisten. 

Die geplante Anlage in Sines, Portugal wird jährlich rund 105.000 Tonnen CO₂-Emissionen einsparen. Quelle: Taras Vykhopen - stock.adobe.com

Die US-amerikanische Firma Catalyxx hat Sines, Portugal, als Standort für ihre erste großtechnische Produktionsanlage, Catalyxx Ibérica, ausgewählt. Die Anlage wird Butanol, Hexanol und Octanol aus Bioethanol herstellen. Mit einer Investition von 120 Mio. EUR und einer geplanten Bauphase bis zum vierten Quartal 2026 positioniert sich Catalyxx als Vorreiter in der Produktion von bio-basierten Chemikalien in Europa. 

Die Wahl von Sines begründet das Unternehmen mit der hervorragenden industriellen Infrastruktur, der Anbindung an einen Tiefwasserhafen, einer optimalen Logistikanbindung sowie dem Zugang zu erneuerbaren Energien. Diese Standortvorteile sollen Catalyxx dabei helfen, die europäische Chemieindustrie in Richtung Dekarbonisierung und Versorgungssicherheit zu unterstützen. Darüber hinaus hebt das Projekt die Rolle Portugals als führendes Land für nachhaltige Industrieinnovationen hervor. 

Unterstützung durch die portugiesische Regierung und EU-Förderung 

Die portugiesische Regierung hat dem Projekt den Status „Projekt von nationalem Interesse“ (PIN) verliehen, wodurch regulatorische Prozesse beschleunigt werden. Zusätzlich hat die Anlage alle wesentlichen Umweltgenehmigungen erhalten, was den Übergang in die Bauphase erleichtert. 

Ein weiterer Meilenstein ist die finanzielle Unterstützung durch die EU. Die Circular Bio-based Europe Joint Undertaking (CBE JU) hat 20 Mio. EUR für das Projekt bereitgestellt. Dies unterstreicht die strategische Bedeutung der Anlage für die europäischen Ziele der industriellen Dekarbonisierung und der Sicherung von Lieferketten. Laut Catalyxx wird die Anlage jährlich etwa 105.000 Tonnen CO₂-Emissionen vermeiden und damit einen substanziellen Beitrag zum Klimaschutz leisten. 

Wegbereiter für globale Expansion und neue Wertschöpfungsketten 

Das Projekt in Sines basiert auf den technologischen Erkenntnissen, die aus einer Demonstrationsanlage in Sevilla, Spanien, gewonnen wurden. Dort hat Catalyxx seine proprietäre katalytische Technologie unter realen Betriebsbedingungen erfolgreich getestet. Das Unternehmen plant, von diesem Fundament aus seine globale Expansion im Bereich kohlenstoffarmer Chemikalien und Kraftstoffe voranzutreiben. 

Unterstützung bei der technischen Umsetzung des Projekts erhält Catalyxx von den internationalen Ingenieurbüros Worley und Quadrante. Beide Partner tragen zur industriellen Reife und erfolgreichen Ausführung der Anlage bei. Neben der direkten Investition erwartet Catalyxx, dass das Projekt zusätzliche private und institutionelle Investitionen nach Portugal ziehen wird. Dies könnte neue nachhaltige Wertschöpfungsketten schaffen und das industrielle Ökosystem des Landes stärken.

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