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Akzo Nobel verkauft Mehrheit an indischer Tochter an JSW Group

Akzo Nobel zieht sich teilweise aus dem indischen Markt zurück: Das Unternehmen veräußert bis zu 75 % seiner Anteile an Akzo Nobel India an die JSW Group. Die Transaktion mit einem Unternehmenswert von rund 1,4 Mrd. EUR markiert den Auftakt einer umfassenden Portfolioüberprüfung.

Mit dem Verkauf der Mehrheit an Akzo Nobel India an JSW Group will sich Akzo Nobel stärker auf globale Kernmärkte konzentrieren. Quelle: Curioso.Photography - stock.adobe.com

Akzo Nobel hat eine Vereinbarung über den Verkauf seiner Beteiligung an Akzo Nobel India Limited (ANIL) an die indische JSW Group unterzeichnet. Die Transaktion basiert auf einem Unternehmenswert von rund 1,4 Mrd. EUR und umfasst die Aktivitäten im Bereich Flüssigfarben und -beschichtungen in Indien. Die Sparten Pulverlacke sowie das internationale Forschungszentrum in Indien bleiben vollständig im Besitz von Akzo Nobel.

Die Veräußerung ist Teil einer im Oktober 2024 angekündigten strategischen Portfolioüberprüfung. Ziel ist es, sich auf führende Marktpositionen im globalen Beschichtungssektor zu konzentrieren und Ressourcen entsprechend neu auszurichten. Der CEO von Akzo Nobel, Greg Poux-Guillaume, bezeichnete den Schritt als „bedeutenden Meilenstein“ in der Umsetzung der Unternehmensstrategie.

JSW stärkt Marktposition in wachstumsstarker Branche

JSW Paints-Geschäftsführer Parth Jindal betonte die hohe Dynamik des indischen Markts für Farben und Beschichtungen. Mit starken Marken wie Dulux, International und Sikkens ergänze Akzo Nobel India ideal das bestehende JSW-Portfolio. Gemeinsam wolle man „das Farbenunternehmen der Zukunft“ aufbauen.

Die Nettoerlöse aus dem Verkauf sollen bei etwa 900 Mio. EUR liegen. Davon sind rund 500 Mio. EUR für den Schuldenabbau vorgesehen. Zudem plant Akzo Nobel ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 400 Mio. EUR. Der Abschluss der Transaktion – vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen – wird für das vierte Quartal 2025 erwartet.