Nachrichten Lacktechnologien
Verbesserung der Benetzbarkeit und Wasserbeständigkeit von Beschichtungen durch Verwendung eines auf Tungölsäure basierenden Gemini-Benetzungsmittels über Fischer-Veresterung
Mit zunehmendem gesellschaftlichen Bewusstsein für Umweltbelange findet ein allmählicher Übergang zu umweltfreundlicheren wässrigen Produkten statt, die traditionelle lösungsmittelbasierte Produkte ersetzen. Aufgrund seines kurzen hydrophoben Kettensegments weist der Polyetherentschäumer jedoch Einschränkungen auf, darunter ein enges Einsatzgebiet, eine schlechte Entschäumungsfähigkeit und eine geringe Entschäumungsrate. In dieser Studie wurde die Fischer-Veresterung eingesetzt, um Tungölsäure (d. h. Eleostearinsäure) auf 2,5,8,11-Tetramethyl-5-decin-4,7-diol, ethoxyliert (TDDE), unter Verwendung von p-Toluolsulfonsäure als Katalysator zu pfropfen.
Veranstaltungstipp: Additive für wässrige Lacksysteme
Verpassen Sie nicht unser FARBE UND LACK // WEBINAR am 19.11.2024, das sich dem faszinierenden Thema „Additive für wässrige Lacksysteme“ widmet! Wasserbasierte Lacke erfordern eine spezielle Herangehensweise an Additive aufgrund ihrer einzigartigen Eigenschaften im Vergleich zu organischen Lösungsmitteln. Das FARBE UND LACK Seminar bietet Ihnen einen fundierten Einblick in die Welt der wässrigen Lackformulierungen. Sie werden verstehen, wie Additive auf die hohe Polarität von Wasser und die besondere Verdampfungswärme reagieren. Darüber hinaus wird die Bedeutung von Effekten wie Schaumbildung erläutert und verschiedene Entschäumungs- und Entlüftungsmethoden vorgestellt.
Das resultierende Produkt, das Polyetheralkinylalkohol-Benetzungsmittel (ETDDE), bestand aus einer Tungöl-Monomer-Kette (hydrophober Teil) und einer Polyether-Kette (hydrophiler Teil). Die erfolgreiche Synthese von ETDDE wurde durch Infrarotspektroskopie, Gelpermeationschromatographie und Säurezahlbestimmung bestätigt. Die Ergebnisse zeigten, dass sich die Oberflächenspannung, die Entschäumungsfähigkeit, der Beschichtungsglanz, die Benetzbarkeit und die Wasserbeständigkeit von ETDDE mit dem Verhältnis von Eleostearinsäure zu TDDE verbesserten.
Quelle: Progress in Organic Coatings, Band 197, Dezember 2024, 108779