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Rub-Out minimieren: Neue abtönbare Innenwandfarbe auf dem Prüfstand
Eine aktuelle Bachelorarbeit an der Hochschule Esslingen befasste sich mit der Entwicklung einer abtönbaren Innenwandfarbe mit verbesserter Abriebfestigkeit. Die Studie untersuchte die Pigmentstabilität und Formulierungsstrategien, die mit einem bestehenden Abtönsystem kompatibel sind.
Im Rahmen einer Bachelorarbeit wurde eine neue abtönbare Innenwandfarbe entwickelt, die als Basisprodukt für ein Pastensystem der Firma einzA Farben dienen soll. Die bisherige Weißware konnte bislang nicht getönt werden. Ziel war es daher, eine tönbare Variante zu formulieren, die in Bezug auf Nassabriebklasse und Preisstruktur gleichwertig ist.
Im Mittelpunkt der Untersuchung stand der sogenannte Rub-Out-Effekt – also das ungleichmäßige Erscheinungsbild getönter Flächen nach mechanischer Beanspruchung im nassen Zustand. Um das Problem gezielt zu adressieren, wurden zwei besonders kritische Farbpasten eingesetzt: eine mit einem organischen Pigment, die andere mit einem anorganischen.
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Einfluss von Bindemittel und Additiven
Neben der Auswahl geeigneter Pigmente wurden weitere Parameter systematisch analysiert, darunter die eingesetzten Bindemittel sowie Dispergier-, Netz- und Rheologieadditive. Diese Komponenten nehmen maßgeblichen Einfluss auf die Pigmentverteilung und damit auf die Rub-Out-Stabilität des Anstrichs.
Die Arbeit zeigt, dass vor allem die gezielte Anpassung der Additivkombination einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Rub-Out-Beständigkeit leisten kann. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wurde ein neuer Formulierungsansatz erarbeitet, der die Anforderungen an eine tönbare Innenwandfarbe erfüllt und mit dem bestehenden Pastensystem kompatibel ist.
Quelle: Müller, Yannik: Vermeidung von Rub-Out in einer abgetönten Innenwandfarbe, Bachelorarbeit, 05.12.2024, Hochschule Niederrhein. Betreuung: Prof. Dr. Matthias Schumacher.