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Aimplas entwickelt luftreinigende Beschichtungen für Stadtmobiliar
Im Projekt Dacco2 arbeitet Aimplas an aktiven Beschichtungen für Oberflächen im urbanen Raum, die Luftschadstoffe adsorbieren oder mithilfe von Sonnenlicht in weniger schädliche Substanzen umwandeln können. Gefördert wird das Projekt durch Icave+i und den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Luftverschmutzung gilt als eine der Hauptursachen zahlreicher Erkrankungen und als ernstzunehmendes Umweltproblem – insbesondere in Städten. Das Projekt Dacco2, koordiniert vom Kunststofftechnologiezentrum Aimplas, verfolgt das Ziel, durch neuartige Beschichtungen die Luftqualität im Innen- und Außenbereich zu verbessern. Diese sollen Schadstoffe entweder direkt adsorbieren oder durch Photokatalyse in ungiftige Verbindungen umwandeln.
Gemeinsam mit den Industriepartnern Laurentia Technologies, Alfarben und Toldos Costa Blanca entwickelt Aimplas Beschichtungen, die speziell für den Einsatz auf lackierten Oberflächen und wasserdichten Textilien im urbanen Umfeld geeignet sind.
Lesetipp: Funktionelle Beschichtungen
Beschichtungen werden auf Oberflächen hauptsächlich zu dekorativen, funktionellen oder Schutzzwecken angewandt, doch in den meisten Fällen ist es eine Kombination aus all diesen. Das Buch „Funktionelle Beschichtungen“ gibt einen tiefen Einblick in neue Entwicklungen funktioneller Überzüge mit dem Fokus auf organisch-basierten Materialien. Auch hebt es die letzten Entwicklungen der verschiedenen Technologien und neuartigen Oberflächenfunktionen hervor, die Dekoration, Korrosionsschutz und Oberflächenschutz betreffen.
Direkte Luftreinigung durch funktionelle Beschichtungen
Im Mittelpunkt der Forschung stehen Materialien mit hoher Adsorptions- oder Umwandlungskapazität. Adsorptive Stoffe binden Luftschadstoffe effektiv, während photokatalytische Materialien diese mit Hilfe von Sonnenlicht oxidieren und in ungiftige Substanzen überführen. Ziel ist es, beide Wirkprinzipien in einem System zu vereinen, ohne dass sich deren Wirksamkeit gegenseitig beeinträchtigt.
Ergänzend dazu analysiert das Projektteam die Belastung durch Luftschadstoffe an verschiedenen Innen- und Außenstandorten in der Region Valencia. Dabei werden die gemessenen Werte mit den Grenzwerten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verglichen, die gesundheitlichen und ökologischen Auswirkungen bewertet sowie die Hauptquellen der Emissionen identifiziert. Die Ergebnisse sollen auch dazu beitragen, das gesellschaftliche Bewusstsein für die Problematik der Luftverschmutzung zu stärken.
Dacco2 wird im Rahmen des Icave+i-Förderprogramms für nichtwirtschaftliche FuE-Projekte in Zusammenarbeit von Technologiezentren und Unternehmen durchgeführt und durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Zeitraum 2021–2027 kofinanziert.
Quelle: Aimplas, Dacco2 Projektmeldung, 23. Mai 2025.