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Was macht eigentlich Andreas Dyckerhoff?

Andreas Dyckerhoff pendelt heute zwischen Weinheim an der Bergstraße und Südafrika – und hat nicht vor, kürzer zu treten. Nach 28 Jahren bei der Bruchsaler Farbenfabrik, davon fast 27 als Geschäftsführer, ging er im Oktober 2024 in den Ruhestand. Von Kirsten Wrede

Andreas Dyckerhoff pendelt heute zwischen Weinheim an der Bergstraße und Südafrika.
Andreas Dyckerhoff pendelt heute zwischen Weinheim an der Bergstraße und Südafrika. Quelle: privat

„Ich war von vornherein sicher, dass ich mich jetzt nicht in einen Ohrensessel setze und ein Buch lese und die Füße hochlege“, sagt Dyckerhoff. Stattdessen gründete er das Beratungsunternehmen Dyckerhoff Chemtrade, um sein weltweites Netzwerk weiter zu nutzen: Er vermittelt Märkten neue Rohstoffquellen und Rohstoffherstellern neue Absatzmärkte. Zusätzlich übernahm er ein Beratungsmandat bei einem europäischen Pigmenthersteller.

Zur Bruchsaler Farbenfabrik kam Dyckerhoff 1996 durch die Empfehlung eines Geschäftsfreundes, zunächst als Vertriebsleiter. 1998 wurde er Geschäftsführer. „Ich habe da sehr viel Herzblut reingesteckt“, blickt er zurück. Besonders prägend war der Umbruch von blei- und chromhaltigen Pigmenten auf bleifreie Alternativen: „Diesen ganzen Wechsel von Blei auf Bleifrei zu begleiten, zu steuern und auch erfolgreich zu machen, das war das Prägendste an der Zeit.“ Gleichzeitig baute er die weltweiten Vertriebswege aus – über 40 Prozent seiner Arbeitszeit war er international unterwegs.

Den europäischen Winter verbringt Dyckerhoff nun in Oudtshoorn im Western Cape – bekannt für seine Straußenfarmen. Kürzlich kam ein weiterer Stützpunkt hinzu: eine Wohnung im namibischen Swakopmund. Die alte deutsche Kolonie beschreibt er so: „Man hat das Gefühl, man ist auf Sylt, aber in Afrika mit einem anderen Klima und mit vielen Palmen.“ Seine geschäftlichen Aktivitäten kann er auch von dort vorantreiben, denn in beiden Ländern pflegt er bereits Kontakte.

Zeit bleibt nun auch für Hobbys, die früher zu kurz kamen: Golf, klassische Musik und Lesen. „Das Golfspiel verfolge ich sehr gerne. Das ist ein Hobby, für das mir in meinem Berufsleben viel zu wenig Zeit blieb.“