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GDCh-Fachgruppe: „Unser Name hat sich geändert, unser Markenkern nicht“

Prof. Michael Groteklaes, Vorsitzender der GDCh-Fachgruppe Farben- und Lackchemie, über die Namensänderung sowie die aktuellen ­Aufgaben und Themengebiete der Fachgruppe. Das Interview führte Kirsten Wrede.

Prof. Michael Groteklaes, Vorsitzender der GDCh-Fachgruppe Farben- und Lackchemie.
Prof. Michael Groteklaes, Vorsitzender der GDCh-Fachgruppe Farben- und Lackchemie. Quelle: GDCh

Die GDCh-Fachgruppe Lackchemie hat sich in GDCh-Fachgruppe Farben- und Lackchemie umbenannt. Warum war dafür jetzt der richtige Zeitpunkt?

Prof. Michael Groteklaes: Im Vorstand und im Arbeitsausschuss wurde schon länger diskutiert, ob der Name „Lackchemie“ die gesamte fachliche Breite unseres Arbeitsgebietes noch angemessen widerspiegelt. Mit der Umbenennung machen wir sichtbar, was die Fachgruppe schon heute fachlich abbildet. Der neue Name beschreibt unser Themen- und Tätigkeitsspektrum breiter und präziser und schafft damit mehr Klarheit nach außen. Wichtig ist dabei: Unser Name hat sich geändert, unser Markenkern nicht. Wir fördern weiterhin das wissenschaftliche Verständnis von Farben, Lacken und Rohstoffen und stärken den Austausch zwischen Wissenschaft und Industrie.

Gab es kontroverse Diskussionen rund um die Namensänderung? Wie fielen die Reaktionen aus?

Groteklaes: Natürlich gab es unterschiedliche Sichtweisen. Der bisherige Name hat die Fachgruppe über viele Jahre begleitet und viele Mitglieder verbinden damit fachliche Identität. Die Diskussion wurde jedoch sehr sachlich und konstruktiv geführt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie wir unser Arbeitsgebiet nach außen möglichst treffend beschreiben können.

Die Reaktionen auf die Umbenennung waren überwiegend positiv. Viele Mitglieder sehen im neuen Namen eine Beschreibung der fachlichen Breite unserer Branche. Gleichzeitig bestand Einigkeit darüber, dass die fachlichen Schwerpunkte und Ziele der Fachgruppe unverändert bleiben.

Wofür soll die Fachgruppe heute stehen?

Groteklaes: Die Fachgruppe steht für den Austausch von Wissen, Erfahrungen und Perspektiven entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Farben- und Lackbranche. Wir fördern den Dialog zwischen Wissenschaft und Industrie und bringen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Hintergründen zusammen – von Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern bis zu erfahrenen Expertinnen und Experten, von Hochschulen bis zu Unternehmen. Gerade diese Vernetzung und Vielfalt machen unsere Fachgruppe aus.

Welche Themenfelder möchten Sie künftig stärker sichtbar machen?

Groteklaes: Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und neue Technologien werden auch künftig wichtige fachliche Schwerpunkte bleiben. Darüber hinaus möchten wir die Themen Vernetzung, Nachwuchsförderung und Wissenstransfer stärker in den Fokus rücken. Die Branche befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, gleichzeitig erleben wir einen Generationenwechsel. Hier kann unsere Fachgruppe einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie Menschen zusammenbringt und den Austausch fördert.

Ebenso wichtig ist uns, die Vielfalt unserer Branche sichtbarer zu machen. Unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen bereichern den Dialog und fördern Innovationen.

Warum lohnt es sich, Mitglied der Fachgruppe zu werden?

Groteklaes: Neben dem fachlichen Austausch bietet die Fachgruppe vor allem eines: ein starkes Netzwerk. Mitglieder knüpfen Kontakte über Unternehmens-, Instituts- und Fachgrenzen hinweg, tauschen Erfahrungen aus und erhalten neue Perspektiven auf aktuelle Entwicklungen der Branche. Besonders wertvoll ist dabei der offene und persönliche Austausch auf Augenhöhe.

Wer die Zukunft der Farben- und Lackbranche mitgestalten und gleichzeitig sein berufliches Netzwerk erweitern möchte, findet bei uns die passende Plattform.