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Die Landkarte der europäischen Top 25
Die europäische Lackindustrie bleibt stark von einigen wenigen Ländern geprägt. Das kürzlich erschienen Top 25 Ranking 2026 der größten europäischen Lackhersteller zeigt, dass Deutschland, die Niederlande und die nordischen Länder weiterhin die wichtigsten Standorte der Branche sind.
Gemessen an der Anzahl der vertretenen Unternehmen liegt Deutschland mit großem Abstand an der Spitze. Insgesamt zehn der 25 größten Lackhersteller Europas haben ihren Hauptsitz in Deutschland. Dazu zählen BASF Coatings, DAW, Beckers Group, Brillux, Mankiewicz, Meffert, Mipa, Sto, Remmers und Frei Lacke. Damit stammen 40 % aller gelisteten Unternehmen aus Deutschland. Zusammengenommen erreichen die deutschen Hersteller Lack- und Farbenumsätze von rund 7,87 Mrd. Euro. Der größte Beitrag entfällt dabei auf BASF Coatings mit 3,7 Mrd. Euro. Allerdings verlief das Jahr für viele deutsche Unternehmen schwierig. Von den zehn deutschen Herstellern konnten lediglich Mipa, Mankiewicz und Remmers ihre Umsätze steigern, während mehrere größere Unternehmen Rückgänge verzeichneten.
Eine Sonderrolle nehmen die Niederlande ein. Zwar sind mit Akzo Nobel und Stahl lediglich zwei Unternehmen vertreten, gemeinsam erzielen sie jedoch Lackumsätze von rund 10,88 Mrd. Euro. Allein Marktführer Akzo Nobel erwirtschaftete mehr als 10 Mrd. Euro Umsatz und bleibt damit das mit Abstand größte Unternehmen der Rangliste. Gemessen am Umsatz liegen die Niederlande daher deutlich vor allen anderen Ländern. Auch die nordischen Staaten behaupten ihre starke Stellung. Norwegen ist mit Jotun vertreten, das mit 3,12 Mrd. Euro Umsatz Rang drei belegt. Dänemark bringt mit Hempel und Flügger zwei Unternehmen in die Rangliste ein, die zusammen auf rund 2,47 Mrd. Euro Umsatz kommen. Finnland ist mit Teknos vertreten.
Im südlichen Europa zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen. Portugal erreicht mit CIN den größten Vertreter der Region. Das Unternehmen verzeichnete zugleich das stärkste Wachstum innerhalb der Top Ten. Italien ist mit IVM Chemicals vertreten, Spanien mit der Briolf Group. Frankreich stellt mit Mäder lediglich ein Unternehmen in der Rangliste. Österreich verfügt mit Tiger Coatings und Adler über zwei Vertreter, die beide eine positive Umsatzentwicklung verzeichneten. Die Schweiz ist durch die Dold Gruppe vertreten, Polen durch Sniezka und die Türkei durch Dyo Boya Yasar Holding.
Ein Vergleich mit dem Vorjahr zeigt, dass die geografische Struktur der europäischen Lackindustrie weitgehend unverändert geblieben ist. Die gleichen 25 Unternehmen sind weiterhin im Ranking vertreten, größere Verschiebungen gab es vor allem innerhalb der Rangliste. Die nationalen Gewichte haben sich jedoch leicht verändert. Die Niederlande konnten ihre Position als umsatzstärkstes Land behaupten und vereinen mit Akzo Nobel und Stahl inzwischen rund 40,5 % des gesamten Umsatzes der Top 25 auf sich. Deutschland bleibt zwar das Land mit den meisten vertretenen Herstellern, verlor jedoch aufgrund rückläufiger Umsätze bei BASF, DAW, Brillux, Meffert und Sto an Gewicht innerhalb des Rankings. Zu den wenigen Ländern mit steigenden Umsätzen zählen Portugal, Norwegen und Österreich. Portugal profitierte insbesondere vom Wachstum von CIN, während in Österreich sowohl Tiger Coatings als auch Adler ihre Erlöse steigern konnten. Norwegen festigte seine starke Position durch das Wachstum von Jotun.
Die Verteilung der Unternehmen verdeutlicht die unterschiedliche Struktur der europäischen Lackindustrie. Während Deutschland vor allem durch zahlreiche mittelständische Hersteller geprägt ist, dominieren die Niederlande dank Akzo Nobel die Umsatzrangliste. Gleichzeitig zeigen die nordischen Länder mit Unternehmen wie Jotun und Hempel, dass auch vergleichsweise kleinere Volkswirtschaften bedeutende Akteure der internationalen Lackindustrie hervorbringen können.
Hier geht es zum Top 25 Ranking.