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„Fortschritte helfen, Energie zu sparen“ – Klebstoffe: Möglichkeiten zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks

Martin Moore, EMEIA Sales Manager bei Holland Colours, betont die Bedeutung von Innovationen in der Klebstoffentwicklung, um CO₂-Emissionen zu verringern. Die Entwicklung recycelbarer Klebstoffe könnte den Recyclingprozess von Kunststoffen effektiver und effizienter machen.

Moderne Klebstoffformulierungen helfen, Energie zu sparen und die Recyclingfähigkeit von Kunststoffen zu verbessern. Quelle: New Africa - stock.adobe.com

Wie helfen Innovationen bei Klebstoffformulierungen, den Energieverbrauch und die Umweltbelastung bei der Herstellung von Farben und Lacken zu reduzieren?

Martin Moore: Innovationen in der Klebstofftechnologie leisten einen wichtigen Beitrag, um den Energieverbrauch und die Umweltbelastung in der Farben- und Lackindustrie zu senken. Besonders der Umstieg auf biobasierte und wasserbasierte Klebstoffe ist entscheidend, da diese herkömmliche lösungsmittelbasierte Klebstoffe ersetzen, die viel Energie verbrauchen und umweltschädlich sind.

Wasserbasierte Klebstoffe erfordern beispielsweise niedrigere Härtungstemperaturen, wodurch während der Produktion weniger Energie benötigt wird. Außerdem hilft der Einsatz nachhaltiger Rohstoffe, die Abhängigkeit von petrochemischen Produkten zu verringern und letztlich die CO₂-Emissionen zu senken. Diese Fortschritte tragen nicht nur zur Energieeinsparung bei, sondern unterstützen auch die Bestrebungen der Branche, Beschichtungen mit einer geringeren Umweltbelastung herzustellen.

Welche Innovationen bei Klebstoffen verbessern die Haftung von Beschichtungen auf schwierigen Substraten wie Kunststoffen oder Metallen?

Moore: Jüngste Entwicklungen bei Klebstoffformulierungen haben es deutlich einfacher gemacht, eine starke Haftung auf schwierigen Oberflächen wie Kunststoffen und Metallen zu erreichen. Oberflächenbehandlungen wie Plasma- oder Corona-Verfahren bereiten das Substrat vor, verbessern die Haftfläche und sorgen so dafür, dass Beschichtungen besser haften.

Zudem wurden Haftvermittler und Kopplungsagenzien entwickelt, die chemische Bindungen zwischen Substrat und Beschichtung fördern. Diese Innovationen sorgen dafür, dass Beschichtungen auch unter anspruchsvollen Bedingungen halten, die Haltbarkeit erhöhen und die Lebensdauer der beschichteten Materialien verlängern. Dadurch eröffnen sich neue Anwendungsmöglichkeiten in Branchen wie der Automobilindustrie, Elektronik oder Fertigung.

Wie problematisch sind Klebstoffrückstände auf Verpackungen für das Kunststoffrecycling?

Moore: Klebstoffrückstände auf Kunststoffverpackungen stellen eine große Herausforderung für das Recycling dar. Sie erschweren die Trennung der Materialien beim Sortieren, verunreinigen oft den Recyclingstrom und mindern die Qualität des recycelten Kunststoffs.

Beim Schmelzen oder der Weiterverarbeitung von Kunststoffen können Klebstoffe den Prozess stören, das Material schwächen und Defekte im Endprodukt verursachen. Besonders bei Lebensmittelverpackungen und Konsumgütern ist es entscheidend, Klebstoffe effizient zu entfernen. Um dieses Problem zu lösen, sind die Entwicklung recycelbarer Klebstoffe und die Verbesserung der Sortiertechnologien entscheidend, um den Recyclingprozess effektiver und effizienter zu gestalten.