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Neuartige umweltfreundliche Antifouling-Beschichtungen

Eine neue Studie stellt selbsterneuerbare amphiphile Beschichtungen mit geringer Wasserquellung und hervorragenden Eigenschaften zur Verhinderung von Biofilmen vor.
Der Rumpf eines Schiffes in einem Dock.
Eine neu entwickelte biobasierte Polybenzoxazin-Beschichtung aus L-Tyrosin kombiniert inhärente antibakterielle Eigenschaften mit geringer Oberflächenenergie und bietet damit einen umweltfreundlichen Ansatz für den maritimen Antifouling-Bereich. Quelle: scholty1970 - Pixabay

Amphiphile Antifouling-Beschichtungen haben das Potenzial, den Bereich der umweltfreundlichen Antifouling-Beschichtungen zu revolutionieren, die immer noch mit den Nachteilen der Instabilität, der komplexen Verfahren und der Wasserquellung behaftet sind. Forscher haben seewassergetriggerte amphiphile Beschichtungen mit selbsterneuerbaren Fähigkeiten in Meerwasser durch einfaches Gießen einer physikalischen Mischung aus einem hydrolysierbaren Polymer (PTMH), hydroxylterminiertem Polydimethoxysilan und einem Isocyanat-Vernetzer hergestellt. Die hydrophile Kette wird in situ aus dem PTMH an der Grenzfläche Beschichtung/Seewasser gebildet und mildert so letztlich dessen Meerwasserquellung.

Ausgezeichnete Fähigkeit zur Vermeidung von Biofilmen

Die Hydrolysierbarkeit von PTMH und der Abbau der Urethan-Vernetzungsbindung verleihen der Beschichtung selbsterneuerbare Eigenschaften. Aufgrund der angemessenen Hydrolysegeschwindigkeit von PTMH liegt die Wasseraufnahme bei 30 Tagen im Meerwasser unter 3 Gew.-%. Den Forschern zufolge ist die Fähigkeit der Beschichtungen, Biofilme zu verhindern, hervorragend und übertrifft die von Polyurethanen auf Polydimethoxysilanbasis und selbstpolierenden Polymeren unter realen Meeresbedingungen.

Die Studie wurde in Progress in Organic Coatings, Band 175, Februar 2023, veröffentlicht.