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GDCh-Lacktagung: Digitale Trends und nachhaltige Lacke

Vom 16. bis 18. September 2026 traf sich die Farben- und Lackbranche in Bremen zur 88. GDCh-Lacktagung. Im Mittelpunkt standen Digitalisierung, neue Materialien, nachhaltige Technologien und praxisnahe Fragen der Applikation.

Der Vorstand der GDCh-Fachgruppe Farben- und Lackchemie mit den diesjährigen Preisträgerinnen. Hintere Reihe (v. l. n. r.): Dr. Jörg Hinnerwisch, Prof. Michael Groteklaes (Vorsitzender) und Sabine Bischoff. Vordere Reihe (v. l. n. r.): Zoe Langecker (Hochschule Niederrhein), Vanessa Fritzler (Hochschule Niederrhein), Annika Jüngerkes (Orion) und Wienke Reynolds (Lignopure). Quelle: GDCh-Fachgruppe Farben- und Lackchemie

Unter dem Motto „Innovationen und Trends aus der Farben- und Lackbranche“ bot die 88. Lacktagung der GDCh-Fachgruppe Farben- und Lackchemie ein breit gefächertes wissenschaftliches Programm. Aktuelle Entwicklungen aus Forschung und Anwendung zeigten, welche Themen die Beschichtungsbranche derzeit besonders bewegen.

Einen deutlichen Schwerpunkt bildete die Digitalisierung: Sechs Vorträge beschäftigten sich mit den Potenzialen digitaler Methoden und Künstlicher Intelligenz für die Farben- und Lackindustrie. Daneben standen Fragen der Applikation sowie Nachhaltigkeitsaspekte im Fokus – etwa bei biobasierten Rohstoffen, funktionellen Pigmenten und modernen Korrosionsschutzsystemen.

Auch in diesem Jahr zeichnete die Fachgruppe herausragende Beiträge aus dem Tagungsprogramm aus. Die Tagungspreise der Fachgruppe Farben- und Lackchemie werden seit 2009 verliehen. Den ersten Preis für den besten Vortrag erhielt Wienke Reynolds von Lignopure für den Beitrag „Innovative funktionelle Pigmente und natürlicher Holzschutz auf Basis von Lignin“. Der zweite Vortragspreis ging an Annika Jüngerkes von Orion für ihre Präsentation zur Steigerung der Schwärze in Lacken durch Nachbehandlungsverfahren.

Mit dem Young Scientist Award wurde Zoe Langecker von der Hochschule Niederrhein für ihren Vortrag zur zeitaufgelösten Analyse von Korrosionsprozessen an organischen Beschichtungssystemen geehrt. Den Preis für den besten Posterbeitrag erhielt Vanessa Fritzler, ebenfalls Hochschule Niederrhein, für ihren nachhaltigen Ansatz zur Entwicklung biobasierter Korrosionsschutzbindemittel aus Sinapinsäure aus Rapsresskuchen.

Der vollständige Nachbericht zur 88. GDCh-Lacktagung erscheint in der Oktober-Ausgabe von FARBE UND LACK.

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