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Schellack im Wandel: Neue Wege zu höherer Hitzestabilität
Ein indischer Übersichtsartikel beleuchtet aktuelle Fortschritte bei der Verbesserung der thermischen Eigenschaften von Schellack – einem der bekanntesten natürlichen Biomaterialien. Durch chemische Modifikationen und Polymermischungen mit Substanzen wie HPMC, epoxidiertem Sojaöl, Zirkonium, Novolak und ZnO lassen sich die Grenzen des Naturprodukts überwinden und neue Hochtemperaturanwendungen erschliessen.
Schellack zählt zu den am intensivsten erforschten Materialien im Bereich der Biomaterialien. Das vom Lackschildlaus-Insekt Kerria lacca produzierte Harz wird für seine Biokompatibilität, Umweltverträglichkeit und Vielseitigkeit in Anwendungen wie Beschichtungen und biomedizinischen Materialien geschätzt. Trotz dieser Vorteile begrenzt die schlechte thermische Stabilität den Einsatz von Schellack in Hochtemperaturumgebungen erheblich – ein Nachteil, der die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber synthetischen Alternativen einschränkt. Vor diesem Hintergrund gibt der Übersichtsartikel einen aktuellen Überblick über Entwicklungen, mit denen die thermischen Eigenschaften von Schellack verbessert werden können.
Der Beitrag untersucht verschiedene Techniken zur Verbesserung der thermischen Charakteristika, darunter chemische Modifikationen und Polymermischungen. Durch den Einsatz dieser Methoden konnten die thermischen Eigenschaften des Schellacks deutlich gesteigert werden. Der Review verbindet dabei die reiche Geschichte des Materials mit modernen Ansätzen zur Eigenschaftsverbesserung und ordnet die Fortschritte in den Kontext heutiger Anwendungsanforderungen ein.
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Vielfältige Modifikationsstrategien im Überblick
Als besonders wirksam erwiesen sich Modifikationen mit Materialien wie Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC), epoxidiertem Sojaöl, Zirkonium, Novolak und Zinkoxid (ZnO). Diese Zusätze verbessern gezielt die thermische Beständigkeit des Schellacks und ermöglichen so eine Erweiterung der Einsatzbereiche in Richtung anspruchsvollerer thermischer Bedingungen. Die Kombination aus biobasiertem Grundmaterial und gezielten funktionalen Modifikationen adressiert damit sowohl Nachhaltigkeits- als auch Leistungsanforderungen moderner Anwendungen.
Der Review listet zudem einige der wichtigsten Anwendungen des Materials auf und zeigt, wie die vorgestellten Modifikationen dazu beitragen können, Schellack in Hochtemperaturanwendungen zu etablieren. Für Formulierer im Bereich biobasierter Beschichtungen und funktionaler Materialien bietet der Übersichtsartikel eine wertvolle Orientierungshilfe, um das Potenzial dieses traditionsreichen Naturmaterials für moderne Anwendungen neu zu bewerten und gezielt weiterzuentwickeln. Insbesondere im Kontext der wachsenden Nachfrage nach biobasierten Rohstoffen könnte Schellack durch die beschriebenen Modifikationen eine Renaissance als vielseitiges Bindemittel erleben.
Quelle: Kogje, M., Mestry, S. & Mhaske, S. T. Natural shellac to engineered excellence: a mini review on thermal advancements. J. Coat. Technol. Res. 23, 1727–1749 (2026). https://doi.org/10.1007/s11998-025-01242-0