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Evonik steigert EBITDA im zweiten Quartal um 24 % – Prognose für 2026 angehoben
Der Essener Spezialchemiekonzern meldet beeindruckende Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 mit einem Plus von 24 % beim EBITDA und hebt die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 deutlich an. Lieferengpässe außerhalb Europas und gestiegene Verkaufspreise treiben die Entwicklung voran.
Evonik hat im zweiten Quartal 2026 ein außergewöhnliches Ergebnis erzielt. Das bereinigte EBITDA stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24 % auf 630 Millionen EUR. Ausschlaggebend waren gestiegene Verkaufsmengen und Preise, insbesondere aufgrund von Lieferengpässen asiatischer Wettbewerber infolge der Sicherheitslage im Nahen Osten. Der Umsatz erhöhte sich im selben Zeitraum um 11 %.
Das Chemieunternehmen hatte bereits im Juni eine Prognose zwischen 600 und 650 Millionen EUR für das zweite Quartal in Aussicht gestellt und die Erwartungen für das Jahr 2026 deutlich angehoben. Der Konzern geht nun von einem bereinigten EBITDA zwischen 2,0 und 2,2 Milliarden EUR aus – ein spürbarer Sprung gegenüber der bisherigen Zielspanne von 1,7 bis 2,0 Milliarden EUR. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 lag der Wert bei etwa 1,9 Milliarden EUR.
Effizienzprogramm und Stellenabbau
Um sich langfristig wettbewerbsfähig zu halten, verlängert Evonik das Effizienzprogramm „Evonik Tailor Made“. Bis 2026 sollen insgesamt 2.800 Stellen abgebaut werden, gefolgt von weiteren 3.200 Stellen im Zeitraum 2027 bis 2029. Seit Jahresbeginn 2026 ging die Zahl der Beschäftigten bereits um 700 zurück. Ziel ist es, durch gezielte Einsparungen und Effizienzsteigerungen die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu sichern.
Auch der Free Cashflow zeigte im zweiten Quartal eine positive Entwicklung. Mit 49 Millionen EUR war er deutlich besser als im Vorjahresquartal (minus 211 Millionen EUR).