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Covestro kündigt neue MDI-Kapazität in China und Machbarkeitsstudie in den VAE an
Covestro plant den Ausbau seiner MDI-Produktion mit einer neuen Anlage in Shanghai, China, und prüft den Bau eines zweiten groß angelegten Werks in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Die Projekte sollen die wachsende globale Nachfrage nach MDI decken und gleichzeitig den Fokus auf Energieeffizienz und reduzierte Emissionen legen.
Covestro, mit Hauptsitz in Leverkusen, Deutschland, hat Pläne zur Erweiterung seiner Produktionskapazitäten für Methylen-Diphenyl-Diisocyanat (MDI) mit einer neuen Anlage in Shanghai, China, bekannt gegeben. Das Werk, das als groß angelegte Produktionslinie konzipiert ist, wird die jährliche MDI-Kapazität um 660.000 Tonnen erweitern. Das Unternehmen hat außerdem eine Machbarkeitsstudie für ein ähnlich großes MDI-Werk in der Al Ruwais Industrial City in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gestartet.
Das Projekt in Shanghai, das bis Ende des Jahrzehnts abgeschlossen sein soll, wird in das bestehende Produktionsgelände von Covestro integriert. Es umfasst vorgelagerte Produktionseinheiten und Infrastruktur zur Herstellung wichtiger Vorprodukte vor Ort. Die Anlage wird Covestros proprietäre AdiP-Technologie nutzen, die darauf abzielt, den Energieverbrauch zu senken. Darüber hinaus ist das Werk darauf ausgelegt, netto null Treibhausgasemissionen der Kategorien Scope 1 und Scope 2 zu erreichen, was den Nachhaltigkeitszielen des Unternehmens entspricht.
Globale Nachfrage mit nachhaltigen Innovationen decken
MDI ist ein wichtiger Rohstoff für die Herstellung von Hartschäumen aus Polyurethan, die in Anwendungen wie Gebäudedämmung, Haushaltsgeräten und Sportausrüstung weit verbreitet sind. Covestro rechnet mit einem starken langfristigen Nachfragewachstum für MDI, insbesondere in Asien und im Nahen Osten, wo die Nachfrage voraussichtlich das geplante Kapazitätswachstum der Branche übersteigen wird. Die neuen Anlagen sind Teil der Unternehmensstrategie, eine zuverlässige groß angelegte Versorgung sicherzustellen, um diese steigende Nachfrage zu decken.
In den VAE wird die Machbarkeitsstudie den Bau einer neuen MDI-Produktionslinie in Partnerschaft mit TA’ZIZ und Fertiglobe bewerten. Das Projekt wird Möglichkeiten zur Integration der Anlage in den TA’ZIZ-Chemiehub untersuchen, wobei erneuerbare Energien und lokal verfügbare Rohstoffe wie Chlor und Ammoniak genutzt werden sollen. Diese Initiativen sollen die Lieferresilienz von Covestro verbessern und die globale Produktionspräsenz erweitern.
Fokus auf Nachhaltigkeit und Innovation
Die Ankündigung ist Teil der umfassenderen Nachhaltigkeitsbemühungen von Covestro. Im Juni startete das Unternehmen das von der EU finanzierte Bio4PURConti-Projekt, das die Entwicklung eines kontinuierlichen Prozesses zur Herstellung von biobasiertem Anilin – einem wichtigen Zwischenprodukt für MDI – zum Ziel hat. Anfang des Jahres kündigte Covestro zudem ein Upgrade zur Steigerung der Energieeffizienz an seinem Standort in Dormagen, Deutschland, an, das die Installation eines neuen Dampfkompressors umfasst. Dieser wird voraussichtlich den jährlichen Energieverbrauch um 2 % senken und über 40.000 Tonnen CO₂-Emissionen durch die Rückgewinnung von Abfalldampf aus der Produktion einsparen.
Die neuen MDI-Anlagen in China und den VAE unterstreichen Covestros Engagement für nachhaltige Produktion und Innovation. Durch den Einsatz fortschrittlicher Technologien und die Integration erneuerbarer Energiequellen will das Unternehmen den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft unterstützen und gleichzeitig die globale Marktnachfrage bedienen.