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Olin und Huntsman kündigen Fusion an

Olin und Huntsman haben einer reinen Aktienfusion zugestimmt, um OlinHuntsman zu gründen, einen Chemiekonzern mit einem Umsatz von 11 Mrd. EUR. Die Transaktion zielt darauf ab, die vertikale Integration zu verbessern, Kosteneinsparungen von 370 Mio. EUR zu erzielen und das fusionierte Unternehmen für Wachstum in verschiedenen Märkten zu positionieren.

Die Fusion von Olin und Huntsman zielt darauf ab, einen vertikal integrierten Chemieführer mit einer starken Präsenz in Nordamerika zu schaffen. Quelle: VERTEX SPACE - stock.adobe.com

Die am 16. Juni 2026 vorgestellte Vereinbarung soll die komplementären Stärken beider Unternehmen nutzen und erhebliche betriebliche Effizienzgewinne erzielen.

Gemäß den Fusionsbedingungen erhalten Huntsman-Aktionäre für jede Huntsman-Aktie 0,5476 Olin-Aktien. Dies entspricht einem Transaktionswert von 2,24 Mrd. EUR, basierend auf den ausstehenden Aktien von Huntsman. Nach der Transaktion werden Olin-Aktionäre etwa 54,5 % von OlinHuntsman halten, während Huntsman-Aktionäre 45,5 % behalten. Der Abschluss der Fusion wird für die erste Jahreshälfte 2027 erwartet, vorbehaltlich der behördlichen und aktionärsseitigen Genehmigungen.

Strategische Synergien und finanzielle Vorteile

Das neu gegründete Unternehmen OlinHuntsman wird Olins vorgelagerte Fertigungs- und Rohstoffkapazitäten, einschließlich der Produktion von Chlor und Natronlauge, mit Huntsmans nachgelagerter Expertise in fortschrittlichen Materialien und Formulierungen kombinieren. Diese Integration soll innerhalb von drei Jahren zu Kostensynergien in Höhe von 370 Mio. EUR führen, getrieben durch die Optimierung von Rohstoffen, betriebliche Effizienzgewinne und Einsparungen im Verwaltungsbereich.

Ken Lane, CEO von Olin und künftiger CEO von OlinHuntsman, erklärte: „Diese Fusion ermöglicht es uns, ein widerstandsfähigeres Chemieunternehmen zu schaffen, das in der Lage ist, über den gesamten Konjunkturzyklus hinweg einen stärkeren Cashflow zu generieren.“ Peter Huntsman, CEO von Huntsman, fügte hinzu: „Durch den Zusammenschluss können wir global besser konkurrieren, mehr Stabilität für die Mitarbeiter bieten und die Servicekonsistenz für die Kunden verbessern.“

Wachstumschancen und Marktpositionierung

OlinHuntsman wird sich darauf konzentrieren, Produkte für wachstumsstarke Märkte wie die Automobilindustrie, das Baugewerbe und industrielle Anwendungen bereitzustellen. Die erweiterte Fertigungspräsenz des Unternehmens in Nordamerika sowie seine Präsenz in Europa und Asien werden seine Fähigkeit unterstützen, verschiedene regionale Märkte effektiv zu bedienen.

Der Hauptsitz von OlinHuntsman wird sich in The Woodlands, Texas, befinden. Die Führungsstruktur umfasst Ken Lane als CEO und Peter Huntsman als nicht geschäftsführenden Vorsitzenden des Vorstands. Darüber hinaus wird ein Strategisches Integrationskomitee die Realisierung der identifizierten Synergien überwachen.

Die Fusion erfolgt vor dem Hintergrund schwieriger Bedingungen für die Chemieindustrie, darunter steigende Rohstoffkosten, sich ändernde Vorschriften und globale Störungen der Lieferketten. Durch die Bündelung von Ressourcen und Fachwissen will OlinHuntsman die betriebliche Widerstandsfähigkeit stärken und neue Marktchancen nutzen.